Elektronik-Zeitreise Flüssigkeitsstrahlschreiber mit 16 Meßkanälen

Der Schreiber hörte auf den schicken Namen Oscillomink R.
Der Schreiber hörte auf den schicken Namen Oscillomink R.

Heute gibt es Laserdrucker, die Fotos in Laborqualität zu Hause ausdrucken können. Auch 3D-Drucker sind auf dem Vormarsch. Doch im Jahr 1971 gab es noch Flüssigkeitsstrahlschreiber…

Das neue Gerät Oscillomink R von Siemens arbeitet mit sehr hoher Schreibgeschwindigkeit. Sie beträgt je nach Meßwerk 75 m/s oder 120 m/s. Bei den Galvanometersystemen wirkt die Torsion einer Glaskapillare als Richtkraft.

Auf der Kapillare ist ein quermagnetisierter Drehmagnet aufgekittet, der sich im Feld der Erregerspulen bewegt. Die Kapillare ist oben rechtwinklig abgebogen und zu einer Düse ausgezogen, durch welche die sorgfältig gefilterte Schreibflüssigkeit auf den ablaufenden Papierstreifen gespritzt wird.

Der Frequenzbereich erstreckt sich von 0 bis etwa 1000 Hz. Als Registrierpapiere werden Faltenpacks von 260 mm bis 350 mm Breite verwendet. Ist das Papier verbraucht, werden der Transport und die Flüssigkeitspumpe selbsttätig elektronisch abgeschaltet.

Die Meßsignale werden über steckbare Meßverstärker (Eingangsgrößen 500 mV, 10 kΩ) mit Kompensationsschaltung für Frequenzgang und Linearitätsabweichung an die Galvanometersysteme angepaßt.

Hersteller: Siemens

 

Elektronik-Zeitreise
Elektronik-ZeitreiseDie Elektronik wird 65 Jahre – der perfekte Moment, um eine kleine Elektronik-Zeitreise zu beginnen: Wir haben in unserem Archiv geschmökert und bahnbrechende Neuigkeiten der vergangenen 65 Jahre entdeckt. Erleben Sie in unserer Elektronik-Zeitreise revolutionäre Neuigkeiten der vergangenen Jahrzehnte – gerne mit einem Schmunzeln.