Oszilloskop-Tastköpfe Extrem rauscharm kleinste Stör-Spannungen messen

Einen beachtlichen Offsetbereich und eine Bandbreite von 2 GHz sind Merkmale der neuen Tastköpfe N7020A von Keysight
Einen beachtlichen Offsetbereich und eine Bandbreite von 2 GHz sind Merkmale der neuen Tastköpfe N7020A von Keysight

Keysight Technologies stellt den derzeit breitbandigsten und rauschärmsten Oszilloskop-Tastkopf zur Messung auch kleinster Überlagerungen oder Rauschpegel auf hohen DC-Betriebsspannungen vor. Der dazu notwendige Offsetbereich beträgt beachtliche +- 24 V.

In allen Bereichen der Elektronik geht der Trend zu immer kleineren DC-Betriebs­spannungen, weil das Energie­ spart und höhere Takt- und Daten­raten ermög­licht. Mit abnehmender Betriebs­spannung verringern sich auch die Span­nungs­tole­ranzen, die noch akzeptabel sind.

Eine der Hauptquellen von Takt- und Daten­jitter ist Rauschen auf der Betriebs­spannung. Der Entwickler benötigt deshalb Tools, die kleinste Überlagerungspegel oder Rauschen – oft im Millivolt­bereich – auf hohen DC-Pegeln mit entsprechendem Offset messen können.

Der unsym­metrische Tastkopf Keysight N7020A ist für derartige Mess-Zwecke geeignet, denn er hat ein Über­tra­gungs­verhält­nis von 1:1 und ermög­licht dadurch Messungen mit maxi­malem Signal/Rauschabstand. Vergleich­bare Oszillo­skop-basierte Lösungen zur Messung der Betriebs­spannungs­integrität weisen ein bis zu Faktor 16 stärkeres Rauschen auf als dieses Tastkopf-Modell - so der Hersteller.

Mit einer Bandbreite von 2 GHz ist die Bandbreite auch genügend groß genug, um alle üblichen Messanforderungen zu erfüllen.

Der Offset­bereich von ± 24 V ist bis zu Faktor 15 größer als bei vergleich­baren Lösungen anderer Anbieter. Ein derart großer Offset­bereich erlaubt es, die Betriebs­span­nung auf dem Oszillo­skop­bild­schirm vertikal zu zentrieren und dann auf überlagerte Störungen zu zoomen.

Mit einer DC-Eingangsimpedanz von 50 kΩ minimiert dieser Tastkopf auch die Belastung an der Prüfspannung. Übrigens: Ähnliche Tastköpfe im Markt haben die Standard-Eingangsimpedanz von nur 50 Ω und können dadurch u. U. Rück­wirkungen auf die Betriebs­spannung verur­sachen.