Metallhydrid-Wasserstoffspeicher Erster Preis für neuen Sensor

Der IQ Innovationspreis Mitteldeutschland ging in diesem Jahr an Fraunhofer-Forscher für die Entwicklung eines neuartigen Wasserstoff-Füllstandsensors: v.l.: Dr. Andreas Auerbach (envia Mitteldeutsche Energie AG), Felix Heubner, Dr. Lars Röntzsch (beide Fraunhofer IFAM Dresden), Kerstin Heinitz (Siemens AG)
Der IQ Innovationspreis Mitteldeutschland ging in diesem Jahr an Fraunhofer-Forscher für die Entwicklung eines neuartigen Wasserstoff-Füllstandsensors: v.l.: Dr. Andreas Auerbach (envia Mitteldeutsche Energie AG), Felix Heubner, Dr. Lars Röntzsch (beide Fraunhofer IFAM Dresden), Kerstin Heinitz (Siemens AG)

Wasserstoffautos benötigen sichere Wasserstoffspeicher. Metallhydridspeicher sind aussichtsreiche Kandidaten, doch bisher lässt sich ihr Füllstand nur schwer bestimmen. Der IQ Innovationspreis Mitteldeutschland geht an Fraunhofer-Forscher, die einen neuartigen Füllstandsensor entwickelt haben.

Forscher des Fraunhofer-Institutes für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden wurden im Rahmen der feierlichen Preisverleihung des 11. IQ Innovationspreises Mitteldeutschland im Naumburger Dom mit dem ersten Preis im Cluster Energie/Umwelt/Solarwirtschaft ausgezeichnet. Dr. Lars Röntzsch und Felix Heubner nahmen den mit 7.500 Euro dotierten Preis für ihren „Innovativen Füllstandsensor für Wasserstoff“ entgegen, den sie gemeinsam mit ihren Kollegen entwickelt haben.

Der neue Füllstandsensor für Metallhydrid-Wasserstoffspeicher nutzt den Umstand, dass es bei Aufnahme und Abgabe des Wasserstoffs zu einer Volumenänderung des Metalls kommt. Wird die Ausdehnung während der H2-Aufnahme eingeschränkt, so entwickelt sich eine mechanische Kraft, die sich mit Sensoren messen lässt. Dank des linearen Zusammenhangs ist der Füllstand des Speichers hochdynamisch, präzise und vor allem temperaturunabhängig messbar. Das System wird als Bypass im Speicher integriert und ist für alle marktüblichen Metallhydrid-Wasserstoffspeicher nachrüstbar. Der Sensor ist für den Langzeitbetrieb von mehreren zehntausend Zyklen ausgelegt. Bis Ende 2016 soll der Prototyp bis zur Serienreife entwickelt sein.

Mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland fördert die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland neuartige, marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Steigerung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft der Region.