Oszilloskope Die ersten Scope-Boxen mit USB 3.0

Scope-Box mit USB-3.0-Anschluss.
Scope-Box mit USB-3.0-Anschluss.

Per USB gekoppelte Oszilloskop-Boxen sind sehr nützlich, wenn vor Ort mit dem Laptop und ohne großes Labor-Oszilloskop, beispielsweise bei Service- oder In-stallationsarbeiten, Messungen gemacht werden müssen. Um in diesen Fällen die maximale USB-Übertragungsgeschwindigkeit zu nutzen, bringt Pico Technology zwei Scope-Boxen mit USB-3.0-Schnittstelle heraus.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Pico ein beeindruckendes Produktportfolio aufgebaut, darunter die PC-Oszilloskope PicoScope mit Bandbreiten von bis zu 12 GHz, einer Auflösung von bis zu 16bit und Mixed-Signal-Modellen. „Die meisten neuen Computer und Laptops verfügen mittlerweile über USB-3.0-Anschlüsse“, begründet der Sales -Manager Europe, Paul Allen, die Entwicklung der neuen USB-Scope-Boxen, „so dass Käufer von USB-Oszilloskopen eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit erwarten werden.

Die neuen USB-3.0-PicoScopes ermöglichen eine deutlich schnellere Erfassung und Übertragung großer Datenmengen als bisher.“Das PicoScope 3207A ist ein 2-Kanal-USB-Oszilloskop mit einer Bandbreite von 250MHz, einer Abtastrate von 1GS/s, 256Mega-Samples Pufferspeicher und einem integrierten Funktionsgenerator. Der maximale Fehler der Zeitbasis beträgt laut Angaben des Herstellers ±2ppm. Weitere Merkmale sind die digitale Triggerung für eine stabile Wellenformanzeige und die Sampling-Betriebsart, mit der sich die effektive Abtastrate für repetierende Signale auf bis zu 10GS/s erhöhen lässt. Das PicoScope 3207B verfügt über 512MS Pufferspeicher und einen zusätzlichen Generator für anwenderdefinierte Wellenformen mit bis zu 32.000 Abtastungen und einer Aktualisierungsrate von 100MS/s. Da die Stromversorgung des Geräts über den USB-Anschluss erfolgt, wird kein zusätzliches Netzteil benötigt.

Die Oszilloskope werden mit der PicoScope-Software für Windows geliefert, die letztlich aus dem PC oder Laptop ein leistungsstarkes Oszilloskop und einen Spektrumanalysator macht. Die Software bietet viele erweiterte Funktionen wie automatische Messungen, die serielle Entschlüsselung von RS-232/UART-, SPI-, I2C-, CAN-, LIN- und FlexRay-Daten und Maskengrenzprüfungen, die bei den meisten Oszilloskopen am Markt nur als Zusatzoptionen erhältlich sind. Software-Aktualisierungen sind, so das Unternehmen, kostenlos.

Ein gleichermaßen kostenfreies Software Development Kit (SDK) ermöglicht es Anwendern, eigene Datenaufzeichnungsprogramme zu entwerfen. Das Kit wird mit Beispielcode in mehreren Programmiersprachen geliefert. Erhältlich sind die neuen Scopes 3207A und 3207B ab sofort. Die Listenpreise betragen 1330Euro bzw. 1451Euro einschließlich eines zweiteiligen Tastkopf-Sets.