Grafische Programmierumgebung Design-Software »LabVIEW« weiter optimiert

LabVIEW 2010 wurde deutlich schneller, es verbessert die Produktivität beim Entwickeln und verfügt über neue, auf Anwendervorschlägen basierende Funktionen.

Die grafische Programmierumgebung »LabVIEW« wurde jetzt in ihrer Version 2010 vorgestellt. Wesentliche Pluspunkte: deutlich kürzere Ausführungszeiten, eine Plattform für viele Add-on-Erweiterungen und eine Vielzahl neuer Funktionen.

Das Softwarepaket ist in laufend verbesserten Versionen seit über 20 Jahren im Bereich der Prüf-, Mess-, Steuer- und Automatisierungs-Anwendungen im Einsatz und verfügt auch über viele Funktionen für universelles Systemdesign. Die grundlegende Philosophie, ganze Funktionsblöcke grafisch auf dem Bildschirm miteinander zu »verschalten«, hilft dabei sehr.

Hersteller National Instruments hat sich unlängst entschlossen, die neuen Versions-Updates nicht mehr in der früheren Dezimal-Nummerierung zu kennzeichnen, sondern (sinnvollerweise bei größeren Optimierungen im Jahresrhythmus) die Jahreszahl hinzuzufügen.

Und so kommt die jetzige Version mit dem Namen »LabVIEW 2010« und einigen wesentlichen Verbesserungen  heraus. So wurde in den Compiler eine „Low-Level Virtual Machine“ (LLVM, eine Open-Source-Compiler-Infrastruktur), zur Beschleunigung mit aufgenommen. Benchmarks mit unterschiedlichen Komplexitätsgraden haben, so der Hersteller, Leistungssteigerungen um durchschnittlich 20 Prozent ergeben.

Neu ist auch das »Add-on Developer Program«, durch das tausende Partner die Möglichkeit erhalten, die Plattform zu erweitern und benutzerspezifische Funktionen einzubinden. Mit dem Programm wird eine Austausch-Plattform eingeführt, mit der Entwickler sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Toolkits zum Download anbieten können.

Mehr als 50 Add-ons von NI und Drittanbietern sind bereits verfügbar, darunter Bibliotheken für die Code-Wiederverwendung, Vorlagen, Bedienelemente für Benutzeroberflächen und Schnittstellen zu anderen Softwarepaketen.

Den Anwendern stehen nun auch Funktionen zur Verfügung, um die Wiederverwendbarkeit von Programmcode zu verbessern, VI-Hierarchien für kürzere Kompilierzeiten zu gruppieren und die Quellcodeverwaltung zu erleichtern

Kooperationen bestehen auch mit führenden Anbietern der FPGA-Technologie wie Xilinx, um die Design-Umgebung noch offener zu machen.