Cloud-basierende Programmierung Den Red Pitaya mit dem Browser programmieren

Für den Red Pitaya wird nun eine visuelle Programmierung angeboten.
Für den Red Pitaya wird nun eine visuelle Programmierung angeboten.

Seit wenigen Wochen ist für den Red Pitaya eine visuelle Programmierung verfügbar. Auch ohne Programmiererfahrung können Anwender über den Web-Browser die umfangreichen Möglichkeiten des Red Pitaya nutzen.

Dazu muss der Anwender nur den Web-Browser aufrufen und zu Red Pitayas visueller Online-Programmierumgebung navigieren, sobald der Red Pitaya mit dem Internet verbunden ist.

Die einfache und intuitive Weboberfläche erlaubt es dem Anwender mit der Maus per Drag-and-Drop verschiedenartige Blöcke zu platzieren und so Programme zu kreieren, um vielfältige Aufgaben zu lösen. Zur Verfügung stehen beispielsweise Sensorblöcke, um Temperatur, Feuchtigkeit, Alkohol, Wasserstand, Vibration, UV-Licht, Töne, Druck, Luftqualität, Bewegung und mehr zu messen. Eine weitere Gruppe von Blöcken bietet die Möglichkeit Aktoren und Anzeigen anzusteuern, wie z. B. LEDs, Displays, Motoren oder Relais um größere Lasten zu schalten. Es gibt aber auch Blöcke mit deren Hilfe Messergebnisse und Statusmeldungen per E-Mail versendet oder via Facebook und Twitter mit anderen geteilt werden können.

Um eine Bedienoberfläche zu gestalten ist es möglich, Elemente wie Echtzeit-Graphik, Skalen, Digitalanzeigen, Schieberegler und Knöpfe zu platzieren. Damit können Messungen in Echtzeit überwacht und/oder der Programmablauf vom Computer, dem Smartphone oder Tablet aus gesteuert werden.

Die Programmierung mit Blöcken macht einerseits Spaß, ist aber auch sehr lehrreich, da es den Anwender dazu zwingt strukturiert zu denken, wie dies auch ein „echter“ Programmierer tun muss. Die visuelle Programmierumgebung erlaubt dem Anwender auch den Einblick in den tatsächlichen Programm-Code, der sich hinter den graphischen Blöcken verbirgt.

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Den Red Pitaya mit dem Browser programmieren

Seit wenigen Wochen ist für den Red Pitaya eine visuelle Programmierung verfügbar. Auch ohne Programmiererfahrung können Anwender über den Web-Browser die umfangreichen Möglichkeiten des Red Pitaya nutzen.

Um den cloud-basierten Service nach einer 7-tägigen Testphase weiterhin nutzen zu können, muss ein Abos zum Preis von 5,- € monatlich erworben werden. Alternativ ist die Programmierung des Red Pitaya auch mit Python, C/C++, Javascript und anderen gängigen Programmiersprachen möglich.

Neue Oszilloskop- und Spektrumanalysator-Apps für Profis

Auch die neuen Profi-Apps sind web-basierend und erfordern keine lokale Software-Installation. Der Anwender kann via Web-Browser direkt vom Smartphone, Tablet oder PC darauf zugreifen und somit ganz nach Wunsch unter verschiedensten Betriebssystemen wie MAC, Linux oder Windows arbeiten.

Zwei Profi-Apps stehen derzeit zur Verfügung, die über den Red Pitaya App-Store erworben werden können: Eine 2-Kanal Oszilloskop-App (Abtastrate: 125 MS/s, Auflösung: 14 bit) inklusive 2-Kanal Signalgenerator und eine 2-Kanal Spektrumanalysator-App (DC bis 63 Mhz).

Red Pitaya bietet den Zugriff via LAN und optional über eine WiFi-Verbindung. Die Art der Konnektivität ist in der Praxis relevant, da eine Ethernet-Verbindung im Gegensatz zu einer USB-Verbindung eine galvanische Trennung bietet und somit den PC vor Zerstörung aufgrund Unachtsamkeit oder Leckströmen via Masse schützt.

Der Red Pitaya ist mittlerweile sehr populär an Universitäten und bei Makern aber auch in der Industrie und in Entwicklungslabors. Das Red Pitaya Board gibt es bei ALLDAQ zum Preis von 199,- EUR netto. Es ist auch ein Starter-Kit mit Netzteil und microSD-Karte oder das sogenannte Diagnose-Kit erhältlich, welches zusätzlich zwei Oszilloskop-Tastköpfe mit entsprechenden SMA-zu-BNC-Adaptern enthält. Weitere Informationen rund um den Red Pitaya finden Sie bei ALLDAQ.