Oszilloskope Bandbreitenbereich praxisgerecht erweitert bis 500 MHz

Die neuen Scopes der HMO3000-Serie erweitern den bisher bis 200 MHz  reichenden Bandbreitenbereich der HMO-Serie bis hinauf zu 500 MHz.
Die neuen Scopes der HMO3000-Serie erweitern den Bandbreitenbereich der HMO-Famile bis hinauf zu 500 MHz.

Die bestehende HMO-Serie von Digital- bzw. Mixed-Signal-Oszilloskopen der Firma Hameg reichte bislang bis zu Bandbreiten von max. 350 MHz. Nun wird mit der HMO3000-Reihe die Produktfamilie um dedizierte 300-, 400- und 500-MHz-Geräte erweitert. 16 Digitalkanäle sind standardmäßig zusätzlich im Mixed-Signal-Betrieb analysierbar.

Insgesamt gibt es sechs neue Modellvarianten in den Bandbreiten von 300 MHz bis 500 MHz mit 2 oder 4 Kanälen. Durch die standardmäßig (also nicht als Option) vorhandene MSO-Funktionalität können zusätzlich zu den Analogkanälen bis zu 16 Digitalkanäle analysiert werden.

Signifikantester Unterschied zur Vorgängerreihe ist neben der erhöhten Bandbreite die mit 8 MByte doppelt so große Speichertiefe – jetzt sowohl manuell als auch automatisch einstellbar.

Die Abtastrate ist max. 4 GS/s, sierlle Busse der Standards i2C, SPI, UART/RS-232, CAN und LIN können decodiert werden. Zur Verfügung stehen auch eine Echtzeit-FFT bis 64 kPoints, umfangreiche Mathematikfunktionen, praxisgerechte Triggerbetriebsarten, Automatik-Messfunktionen und ein 6-Digit-Hardware-Zähler. Drei USB-Ports zum Anschluss von Speicher-Sticks und zur Fernsteuerung stehen benefalls zur Verfügung.

Neu ist auch, dass alle Modelle der neuen Serie mit 300 bzw. 400 MHz bei Bedarf jederzeit über ein Software-Upgrade auf die Bandbreite von 500 MHz erweitert werden können. Dies erfolgt für 300-MHz-Modelle mit den Optionen HOO352 (2-Kanal) und HOO354 (4-Kanal) und für die 400-MHz-Modelle durch die Optionen HOO452 (2-Kanal) und HOO454 (4-Kanal). Letztlich löst die neue 3000er-Serie die Scopes HMO2524, 3522 und 3524 ab.

Gefertigt werden die neuen Scopes in den Fertigungsstätten der Mutterfirma Rohde & Schwarz in Bayern bzw. Tschechien, worauf das Management des Unternehmens zu Recht hinweist.

Der Einstiegspreis liegt laut Hameg mit 3048 Euro unterhalb des Einstiegspreises der Vorgängerreihe. Das 400-MHz-Gerät soll mit 3998 Euro auch preiswerter in den Verkauf gehen als das bisherige Top-Modell mit 350 MHz. Und das Spitzenmodell mit 500 MHz und 4 Kanälen wird laut Hameg zu einem Preis von 4798 Euro erhältlich sein. Die Lieferzeit beträgt derzeit sechs Wochen. 

Übrigens hat das Unternehmen auch den Frequenzbereich der Spektrumanalysatoren der 1000er Serie von 1 GHz auf 1,6 GHz erweitert. Dafür muss eine neue Firmware-Version heruntergeladen und installiert werden (kostenfrei). Ein Abgleich und Upgrade im Werk würde mit 160 Euro zu Buche schlagen.

Hameg auf der embedded world 2013:

Halle 4, Stand 112