Kfz-Messräder Auch "offroad" unverwüstlich

Die neuen Messräder von CAEMAX bieten einige messtechnische und mechanische Vorteile im Vergleich zu früheren Varianten
Die neuen Messräder von CAEMAX bieten einige messtechnische und mechanische Vorteile im Vergleich zu früheren Varianten

Den Markt der normalerweise im Preisbereich von 50.000 bis 100.000 Euro liegenden Kfz-Messräder will nun die Firma CAEMAX mit einer preisgünstigeren aber dennoch sehr robusten (und auch per Vermietung nutzbaren) Variante bereichern.

Messräder dienen im Kfz-Feldversuch zur Erfassung der mechanischen Parameter am Rad in den drei Raumachsen. Üblicherweise werden sehr aufwendige Dehnungsmessstreifen-Konzepte verwendet, das Ganze bei komplexer Datenübertragung vom sich drehenden Rad zu einem Messwertaufnahme-Stator.

Die Firma CAEMAX präsentierte nun auf der SENSOR+TEST mit dem WFT-CX als Eigenentwicklung eine Generation völlig neuartiger 6-Komponenten-Messräder. Diese sind nicht nur absolut wasserdicht, sondern weisen darüber hinaus eine höhere mechanische und thermische Belastbarkeit auf, um auch extreme Geländefahrten bei jeder Witterung durchführen zu können. Das komplett überarbeitete Mechanik-Design und die völlig neuartige Messrad-Elektronik ermöglichen zudem Genauigkeiten, die früher - so der Hersteller - nicht denkbar waren.

Das Konzept: Durch die weitgehend digitale Signalaufbereitung kommt das Messrad mit erheblich weniger Dehnungsmessstreifen (DMS) aus als vergleichbare Systeme. An die Stelle einer komplexen und störanfälligen analogen Verschaltung von DMS-Signalen, wie bisher üblich, tritt nun die digitale Online-Verrechnung mit 24 Bit DSP-Auflösung (16 Bit für die Übertragung und Wiedergabe). Die daraus resultierende höhere Dynamik der Messsignale erlaubt den Einsatz sowohl für Komfortmessungen als auch im unwegsamen Gelände.

Die neuen Messräder können vom Kleinwagen bis hin zur großen Limousine, aber speziell auch an SUVs und Kleinlastern eingesetzt werden. Neben der wasserdichten Ausführung ist auch die Stoßfestigkeit bis 50 g charakteristisch, was erstmals Versuche mit Schwellenüberfahrten („speed bumps“) erlaubt. Der kühltechnisch optimierte Aufbau in Verbindung mit der guten Wärmeleitung des Alu-Messkörpers vermeidet einen übermäßigen Wärmeeintrag selbst bei Vollbremsungen. Die gesamte Signalaufbereitung ist für einen Temperaturbereich von -40°C bis +105°C ausgelegt. Das alles resultiert in einem wesentlich breiteren Anwendungsspektrum als bisher, das nun auch Brems-, Komfort- und Reifentests mit ein und derselben Messradkonfiguration einschließt.