Vektornetzwerkanalyse Anritsu setzt neuen Maßstab im Pulsbetrieb

Vor allem mit innovativen Parametern im Pulsbereich punktet der neue Vektornetzwerkanalysator der Baureihe MS4640B.
Vor allem mit innovativen Parametern im Pulsbereich punktet der neue Vektornetzwerkanalysator der Baureihe MS4640B von Anritsu.

Anritsu will mit einem neuen Vektornetzwerkanalysator-Typ der Baureihe MS4640B das bislang bekannte Image des »Mobilfunk-Messtechnik-Anbieters« erweitern und sich zusätzlich in der allgemeinen Präzisions-HF-Messtechnik einen Namen machen.

Agilent sowie Rohde & Schwarz sind in diesem Sektor die stärksten Mitbewerber, denen man "mit ansehnlichen Parametern nun Marktanteile abnehmen will" - so das Management von Anritsu.

Mit der neuen Baureihe MS4640B erweitert in diesem Zusammenhang das Unternehmen seine zu den Vektornetzwerkanalysatoren (VNAs) gehörende VectorStar-Familie. Ausgestattet mit einer Reihe innovativer Messfunktionen unterstützt der neue Analysatortyp den Anwender beim Testen und Charakterisieren von Baugruppen und Subsystemen aus dem Radarbereich und dem Sektor der heutigen High-Speed Datenübertragung.

Zu den neuesten Messroutinen gehören die Funktion PulseView, die ein Pulsprofil erstellt, die Point-In-Pulse-Messfunktion und die Pulse-to-Pulse-Messfunktion zum Messen von S-Parametern, sowie die Funktion DifferentialView für das Messen von S-Parametern mit True-Mode-Stimulus.

PulseView ermöglicht den Test unter Pulsbedingungen, wobei mit einer Auflösung von 2,5 ns und einem Dynamikbereich von 100 dB gearbeitet wird, was eine deutliche Verbesserung gegenüber traditionellen Analysatoren bedeutet. Die Erfassungszeit-Dauer von 500 ms gestattet es, Messungen  auch an sehr langen Pulswiederholintervallen durchzuführen oder Pulse-to-Pulse-Messungen über eine erweiterte Anzahl von Pulsen hinweg zu realisieren.

Eine zusätzlich notwendige IF-Digitalisieroption bietet eine schnelle Digitalisierung für die PulseView-Anwendung. Zudem stellt sie vier interne Pulsgeneratoren zur Verfügung.

Im Zusammenspiel mit einem optionalen, internen zweiten Generator erlaubt DifferentialView Tests unter True-Mode-Stimulus-Bedingungen. Auch die Signalintegrität im High-Speed Datenbereich kann unter diesen Algorithmen visuell für den Anwender sehr anschaulich bewertet werden. Wird DifferentialView mit den 4-Port-Testsets des gleichen Herstellers verwendet, lassen sich differenziellen- und Gleichtakt-S-Parameter sowie von Mixed-Mode-S-Parameter erfassen.

Insgesamt gibt es die VectorStar-VNAs für die Frequenzbereiche von 70 kHz bis 20, 40, 50 und 70 GHz, zudem als Breitbandsysteme von 70 kHz bis 125 GHz und sogar bis zu 750 GHz.