Abraxis Melamin in Nahrungsmitteln nachweisen

Mit Blick auf den Milchpulver-Skandal in China hat das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Abraxis LLC ein System zum Nachweis des giftigen Stoffs Melamin in Lebensmitteln entwickelt.

Da in China zur Verschleierung der Streckung von Milchpulver der giftige Kunststoff Melamin zugesetzt wurde, ist die Einfuhr von Milchprodukten aus China in die EU mittlerweile verboten. Um eine Gesundheitsgefährdung durch Melamin auszuschließen, sind jedoch schnelle analytische Verfahren erforderlich.

Melamin wird gewöhnlich für die Herstellung von Kunstharz eingesetzt. Die in großen Mengen produzierte Chemikalie liegt als weißes Pulver vor, sie ist giftig und führt ab einer bestimmten Dosis zu Nierenversagen und damit zum Tode. Die Chemikalie erhöht den bei einer Standard-Bestimmung des Proteingehaltes eines Nahrungsmittels gemessenen Sauerstoffanteil und täuscht so einen höheren Proteingehalt vor.

Zum Nachweis von Melamin bietet das amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Abraxis LLC den »Abraxis Melamine Detection Kit« an, der aus Mikrotiterplatten besteht, die im Auslesegerät »SpectraMax« von MDS Analytical Technologies verwendet werden. Zu dem Kit gehört die Analyse-Software »Softmax Pro 5 GxP«, ebenfalls von MDS, die den Anforderungen der Vorschrift FDA 21 CRF Part 11 genügt. Das Kit ermöglicht nach Aussage des Herstellers einen relativ kostengünstigen Nachweis von Melamin bis herab zu 10 ppb (parts per billion) bei hohem Durchsatz.

MDS bietet darüber hinaus einen Melamin-Test an, der gemeinsam mit der Firma Applied Biosystems entwickelt wurde und bei dem die Massenspektrometer von MDS genutzt werden.