Medizinische Kleingeräte boomen

Die Marktforscher von InMedia prognostizieren medizinischen Kleingeräten für den persönlichen Gebrauch wie etwa elektronischen Blutdruckmessern außergewöhnliche Wachstumsraten.

Der Markt für diese Geräte soll demnach jedes Jahr um 10 Prozent wachsen und 2011 bereits 5 Mrd. Dollar erreichen. Grund für die steigende Nachfrage nach solchen Geräten ist die steigende Zahl der Patienten, die unter so genannten Zivilisationskrankheiten leiden: Diabetes, Bluthochdruck, chronische Atemwegserkrankungen und Übergewicht. Das von InMedica herausgegebenen »Consumer Medical Production Yearbook 2007« wird prognostiziert, dass die Umsätze für diese Geräte im Jahr 2011 auf mehr als 5 Mrd. Dollar beträgt. InMedica ist ein einem Unternehmensbereich von IMS Research, das sich auf Marktforschung im Gesundheitswesen spezialisiert hat.

Die Autoren des Yearbooks 2007 vertreten dort die Ansicht, dass für das Marktwachstum der Produkte für Gesundheit, Fitness und Wellness die höhere Selbstverantwortung der Verbraucher eine Rolle spielt. Dies führe zu einer steigenden Nachfrage nach Geräten, mit denen die Betroffenen ihre eigenen Daten – Blutdruck, Puls, Blutzuckerspiegel etc. - selbst ermitteln und laufend überwachen können. Entsprechend wurden 2006 die meisten Geräte für die Bestimmung des Blutzuckerspiegels und des Blutdrucks verkauft, sie kamen auf einen Marktanteil 21,5 Prozent bzw. 23,4 Prozent.

Die Fernüberwachung des Patienten - »Telehealth« genannt - wird von den Anbietern als Heilmittel für die finanziell überforderten Gesundheitssysteme angepriesen. In einem solchen System kann ein Patient seine Gesundheitsindikatoren wie Blutdruck, Puls, Blutzuckerspiegel und Temperatur etwa über ein öffentliches Mobilfunknetz an seinen Arzt übermitteln. Das Konzept lässt sich auch auf ein Sport- und Fitness-Monitoring erweitern, bei denen die Daten z.B. für eine Nachbereitung des Trainingsverlaufs genutzt werden können.