Internet-Kommunikation Woher kommt der ganze Spam? - Die Nationen-Liste

Die USA sind vom Volumen her die Spitzenreiter der Spam-Nationen.
Die USA sind vom Volumen her die Spitzenreiter der Spam-Nationen: 24,2 % des Spam kommen daher - so die SophosLabs.

Spam wird es wahrscheinlich immer geben. Wie unverwüstlich die Nerv-Nachrichten sind, zeigen Statistiken, die von den SophosLabs im Rahmen ihrer "Spampionships" mit Blick auf das 2. Quartal 2014 herausgegeben wurden. Fazit: Weltweit der meiste Spam kommt aus den USA. Hier auch Hinweise zu den Gefahren.

Deutschland ist Fußball-Weltmeister - die Vereinigten Staaten sind mit klarem Abstand Spam-Weltmeister, Frankreich belegt den zweiten Platz, China den dritten. Deutschland auf Platz sechs.

Kurz nach der Fußballweltmeisterschaft haben die SophosLabs einen weiteren Rekordhalter ermittelt: den Weltmeister im weltweiten Spam-Aufkommen. Gemessen wurde, welche Computer im zweiten Quartal 2014 die meisten Spam-Nachrichten verschickten. „Sieger“ sind die USA, die mit 24,20 Prozent weltweitem Spam mit klarem Abstand vor dem Zweitplatzierten, Frankreich mit 6,7 Prozent, liegen. Dieses Ergebnis ist insofern nicht überraschend, als die Vereinigten Staaten von Amerika über einen Großteil der weltweiten Internet-Infrastruktur verfügen. In Deutschland beträgt das Spam-Aufkommen 3,6 Prozent.

Hier das von SophosLabs im 2. Quartal 2014 ermittelte Ranking des Spam-Aufkommens per Land
1. USA 24.20%
2. Frankreich 6.7%
3. China 6.2%
4. Italien 5.2%
5. Russland 5.1%
6. Deutschland 3.6%
7. Süd Korea 3.2%
8. Ukraine 3.0%
9. Spanien 2.8%
10. Vietnam 2.7%
11. Japan 2.5%
12. Argentinien 2.4%

Gefahren in Verbindung mit Spam

Spam – ein altes Problem mit immer wieder neuen Überraschungen
Spam ist ein globales Problem, das alle betrifft, denn der größte Teil der Schad-Nachrichten wird vom Anwender unbemerkt von seinem infizierten Computer verschickt. Damit aber vermutlich nicht genug, denn wenn Cyberkriminelle bereits in der Lage sind, einen Computer hierfür zu manipulieren, dann können sie theoretisch auch anderen Unfug damit treiben. Zum Beispiel:

  • Abfangen der Tastatureingaben, um Online-Nutzername und -Passwort zu stehlen 
  • Auslesen der Dateien und Downloads 
  • Den Anwender verleiten, auf Webebanner zu clicken um Pay-Per-Click-Einnahmen zu generieren 
  • Weitere Malware herunterladen, wie beispielsweise Ransomware 
  • Webseiten attackieren 
  • Als Proxy zu agieren, sodass Kriminelle die Verbindung vom Anwender als Tarnung nutzen können 

Nahezu jedes von SophosLabs gezählte und in der Tabelle aufgelistete Spam wurde von einem Rechner verschickt, mit dem womöglich auch die oben aufgeführten Dinge getan wurden. Es bleibt also dabei: Vorsicht vor Spam!

Hier noch eine weitere Grafik: Das Spam-Volumen, relativ bezogen auf die Einwohnerzahl der jeweiligen Aussende-Länder mit Bezugszahl USA = 1