Elektronische Kommunikation Wo kommt der ganze Spam her?

Nachdem die USA zwei Jahre lang nicht führend unter den Ländern waren, von denen der meiste Spam ausging, belegen die Staaten nun den ersten Platz - und das, obwohl 2011 das weltgrößte Spam-Botnet »Rustock« abgeschaltet wurde. Hier weitere Details zu Spam und der meist damit verbreiteten Schadsoftware.

Zwei Jahre waren die USA nicht mehr bei den zehn größten Versendern aufgetaucht - dass die USA wieder in den Top-10 sind, war daher sehr auffällig, so der "E-Mail Security Report Februar 2013" des E-Mail-Sicherheitsspezialisten Eleven. Mit einem Anteil von 10,6 Prozent am gesamten Spam-Aufkommen im deutschsprachigen Raum haben sich die USA im Januar die Spitzenposition eingefangen.

Aus Indien (6,9 Prozent) und Rumänien (6,6 Prozent) kommen die zweit- und drittmeisten Spam-Mails in die DACH-Länder (Deutschland, Österreich Schweiz). Aus Deutschland ist das Spam-Aufkommen eher gering. Zumindest waren deutsche IP-Adressen mit einem Anteil von 2,3 Prozent auf Platz 13 und nicht mehr in den Top-10 vertreten. Die Experten von Eleven konnten einen weiteren Anstieg von Viren-E-Mails ausmachen.

Jede 60. E-Mail im Januar transportierte Schadsoftware, die dem Rechner und allen angeschlossenen Geräte Schaden zufügen oder spionieren könnte. Die meisten ungewollten E-Mails waren Spam-Mails zu Glückspielen. Casino-Spam ist nach wie vor das wichtigstes Spam-Thema - auch wenn es nur 22,9 Prozent aller Spam-Inhalte ausmacht.

Pharma-Spam, womit vor allem Viagra-Werbung gemeint ist, legte von seinem Rekordtief von 7,9 Prozent im November leicht auf 12,9 Prozent zu, während gefälschte Luxusartikel bei 4,4 Prozent verharrten. Dating-Spam ist mit 18,6 Prozent häufiger als 2012. Hinter Dating-Spam befinden sich in der Regel pornographische Inhalte.