Wireless bei 60 GHz

Drahtlose Kommunikation im Frequenzband 60 GHz verspricht viele schöne neue Applikationen – superschnelles Download vom Videokiosk oder die kabelfreie Verbindung von Laptop und Drucker.

Drahtlose Kommunikation im Frequenzband 60 GHz verspricht viele schöne neue Applikationen – superschnelles Download vom Videokiosk oder die kabelfreie Verbindung von Laptop und Drucker.

Ein IEEE-Komitee arbeitet momentan an den diversen Standards für 60 GHz. Zieldatum für eine Fixierung ist 2009. Aber noch kämpfen die Forschergruppen weltweit mit den Herausforderungen bei der praktischen Anwendung dieses Frequenzabschnitts im Bereich der Millimeterwellen.

Zum Greifen nahe: Applikationen für Consumer

Beim derzeitigen Hype um 60 GHz wird leicht übersehen, dass es die drahtlose Kommunikation bei 60 GHz schon eine ganze Weile gibt – wenn auch nur in der James-Bond-Sphäre der Security-Kommunikation und im militärischen Datenverkehr zwischen Satelliten. Traditionell basiert die 60-GHz-Funktechnik auf Gallium-Arsenid – mit ausgezeichneten Eigenschaften, aber teuer. Doch mit dem Fortschreiten der Silizium-Prozesstechnologie werden jetzt auch immer kleinere, schnellere CMOS-Transistoren zu geeigneten Kandidaten für die analogen Schaltungen des 60-GHz-Funks. Der Vorteil analoger Funk-Frontends in Si-CMOS statt GaAs liegt in ihrer nahtlosen Integration mit den digitalen Baseband-Komponenten auf einem Chip. Das Resultat: ein kleineres, billiges Einchip-HF-Teil für 60 GHz. Kurzfristig allerdings werden die ersten Demonstratoren der drahtlosen 60-GHz-Kommunikation wohl als Multichip-Funksysteme mit flinken SiGe-Halbleitern realisiert. Doch die Erwartungen gehen dahin, dass die zweite Generation dieser Funksysteme durchgängig auf Si-CMOS-Prozessen mit echten Einchiplösungen basiert. Sie könnten um 2010 am Markt erscheinen.