Mobilfunk Vodafone bringt Narrowband IoT in 13 Städte

Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland, mit einem Multi-Sensor für das Maschinen-Netz. Dieser bringt Gegenstände und Maschinen in das Internet der Dinge.
Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland, mit einem Multi-Sensor für das Maschinen-Netz. Dieser bringt Gegenstände und Maschinen in das Internet der Dinge.

Bis Ende 2018 plant Vodafone, in 13 deutschen Städten ein »Maschinen-Netz« in Betrieb zu nehmen.

Über den Mobilfunkstandard Narrowband IoT können Maschinen kleine Datenpakete versenden. Vodafone hat das Maschinen-Netz jetzt in Düsseldorf aktiviert. Auch in Berlin beginnt aktuell der Ausbau von Narrowband IoT. Hier soll das Maschinen-Netz Anfang Januar funken. Bis zum Ende des Geschäftsjahres sollen dann folgende Metropolen Deutschlands an das Maschinen-Netz angebunden sein:

  • Essen,
  • Karlsruhe,
  • Nürnberg,
  • Hamburg,
  • München,
  • Bremen,
  • Frankfurt,
  • Dortmund,
  • Köln,
  • Bonn,
  • Stuttgart.

 Der Deutschlandweite Ausbau wird ab sofort auf LTE 800er Frequenzen vorangetrieben. Gemeinsam mit Partnern bringt Vodafone auch erste Produkte ins Netz. Unter anderem arbeiten DHL, die Deutsche Bahn, Diehl Metering, Techem und Panasonic an Lösungen, die im Maschinen-Netz funken sollen. Endkunden können davon dann täglich beispielsweise im Supermarkt, am Bahnhof und im Straßenverkehr profitieren.

Wo Mobilfunk sonst nicht hinkommt

Das Maschinen-Netz ist eine optimierte LTE-Variante. Es überträgt Daten sogar an Orten, wo Mobilfunk sonst nur schwer hinkommt: hinter dicken Hauswänden und unter der Erde. Extreme Batterielaufzeiten der Narrowband-IoT-Sensoren von bis zu zehn Jahren ermöglichen die Datenübertragung auch ohne externe Stromversorgung. Bereits im Februar eröffnete Vodafone in Düsseldorf das IoT Future Lab – und damit das deutschlandweit erste Forschungslabor speziell für Anwendungen im Maschinen-Netz. Hier arbeitet der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern seitdem gemeinsam mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette an Lösungen für das Internet der Dinge. Unter Alltagsbedingungen werden neue Anwendungen getestet und weiterentwickelt. Die Bandbreite von Anwendungsbeispielen ist groß: Gemeinsam entwickelten die Partner in Pilotprojekten beispielsweise eine Wand, die Graffiti-Sprayer riechen kann, Gasflaschen, die auf sich aufmerksam machen, wenn sie gefüllt werden müssen und Umkleide-Spinde, die einen Alarm aussenden, wenn sie dauerhaft blockiert werden.