Kommunikation Studie: Die Deutschen bekennen sich zum Internet und Mobilfunk

Der Branchenverband BITKOM hat eine Studie zur Netzgesellschaft vorgestellt. Sie bietet einen Überblick über Ausstattungsmerkmale, Nutzerverhalten und persönliche Einstellungen zur digitalen Welt. Fazit: 72 Prozent der Deutschen sind online, 82 Prozent telefonieren mobil.

Das mit Abstand am häufigsten genutzte Gerät, um ins Internet zu gehen, ist der Computer zu Hause. 84 Prozent der Internetnutzer geben ihn als Nutzungsgerät an, mit 86 Prozent mehr Frauen als Männer (82 Prozent). Bei jüngeren Nutzern liegt der Anteil unter dem Durchschnitt (14-29 Jahre: 80 Prozent, 30-49 Jahre: 81 Prozent). Bei Personen ab 50 Jahren wächst der Nutzungsgrad des heimischen Computers und erreicht bei Personen über 65 Jahren schließlich 100 Prozent.


Gut ein Drittel (35 Prozent) aller Internetnutzer nutzt den Computer im Büro, um online zu gehen. Bei Männern fällt der Nutzungsanteil (38 Prozent) etwas höher aus als bei Frauen (31 Prozent). Bezogen auf die Altersgruppen erreicht die Nutzung bei den 30-49-Jährigen mit 47 Prozent die höchste Ausprägung. Mit höherem Bildungsabschluss steigt der Nutzungsanteil von 29 Prozent (Volks-/Hauptschule) auf 39 Prozent (Mittlere Reife) und 40 Prozent (Abitur/Studium). Basis der Ergebnisse sind alle Internetnutzer, nicht nur Berufstätige.


Etwa ein Viertel (24 Prozent) aller Internetnutzer nutzt mobile Computer wie Laptops, Netbooks, Tablet-PCs oder PDAs, um von unterwegs ins Internet zu gehen. Der Nutzungsanteil
fällt bei den 14-29-Jährigen mit 29 Prozent am höchsten und bei den über 65-Jährigen mit acht Prozent am niedrigsten aus.


Mobiltelefone nutzen mittlerweile 18 Prozent der Internetnutzer, um online zu gehen. Unter weiblichen Nutzern ist der Anteil mit 20 Prozent größer als unter Männern (16 Prozent). Die größten Nutzungsunterschiede zeigen sich im Vergleich der Altersgruppen. Je jünger die Internetnutzer, desto häufiger wird das mobile Internet per Handy oder Smartphone genutzt. Bei den 14-29-Jährigen tut dies fast jeder Vierte (23 Prozent), bei Personen ab 65 Jahren lediglich zwei Prozent.

Nur jeder zehnte Internetnutzer (neun Prozent) geht an öffentlichen Computern, beispielsweise in Bibliotheken und Internet-Cafés, ins Internet.

83 Prozent aller Befragten besitzen ein Handy. Bei Männern liegt der Anteil der Handybesitzer bei 87 Prozent, bei Frauen bei 79 Prozent. Personen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren sind fast alle mit einem Handy ausgestattet (96 und 95 Prozent). Dagegen besitzt erst jeder zweite (50 Prozent) über 65-Jährige ein Mobiltelefon. Die Grundfunktion eines Handys, das mobile Telefonieren, wird mit 97 Prozent von so gut wie allen Handybesitzern genutzt. Nur die Altersgruppe der über 65-Jährigen liegt bei der Handy-Telefonie deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt (86 Prozent). Kurznachrichten (SMS) verschicken und empfangen etwa die Hälfte aller Handybesitzer (51 Prozent). Mit 58 Prozent wird der Nachrichtendienst stärker von Männern als von Frauen (44 Prozent) genutzt.