OLED-Fernseher Sony und Panasonic gehen eigene Wege

Die beiden japanischen Hersteller beenden ihre erst vor anderthalb Jahren begonnene Zusammenarbeit zur Herstellung von OLED-Fernsehern und wollen in Zukunft eigene Modelle entwickeln.

Zwar gibt es keine offiziellen Mitteilungen von Panasonic oder Sony zu dem Thema allerdings bestätigte eine Sprecherin von Sony entsprechende Medienberichte, dass das Joint Venture aufgelöst werde. Das heißt allerdings nicht, dass sich die beiden Konzerne aus der Entwicklung oder Herstellung von OLED-Fernsehern zurückziehen. Lediglich die gemeinsame Arbeit werde beendet.

In Zukunft werden Sony und Panasonic also eigene OLED-Fernseher entwickeln. Warum das Joint Venture, das erst Mitte 2012 gegründet wurde, schon wieder aufgelöst wird, darüber gibt es keine Angaben. Ursprünglich war es dazu angelegt, gemeinsam einen Weg zur Massenfertigung von großen OLED-Panels für Fernseher zu finden. Auf der letztjährigen CES in Las Vegas hatten Panasonic und Sony dann die ersten 4K-OLED-Fernseher vorgestellt, die allerdings noch nicht serienreif sind. Wann es von den beiden Herstellern OLED-Fernseher zu kaufen geben wird, steht derzeit noch nicht fest.

Die einzigen Hersteller, die derzeit in der Lage sind solche Geräte in Serien herzustellen sind LG und Samsung, allerdings kosten solche Fernseher noch 9.000 bzw. 8.000 Euro. Zwischen den beiden Konzernen gibt es einen harten Konkurrenzkampf um die Vormachtstellung bei der OLED-Technik, der im letzten Jahr von zahlreichen Patentstreitigkeiten begleitet wurde. So gesehen wundert es nicht, dass jetzt auch die beiden japanischen Schwergewichte eigene Wege gehen wollen.