Mobiltelefon-Markt Samsung überholt Nokia in Westeuropa

In schwierigem Fahrwasser: Der seit September 2010 an der Spitze von Nokia stehende frühere Microsoft-Manager Stephen Elop hat mit deutlichen Stückzahl-Rückgängen zu kämpfen.
In schwierigem Fahrwasser: Der seit September 2010 an der Spitze von Nokia stehende frühere Microsoft-Manager Stephen Elop hat mit deutlichen Stückzahl-Rückgängen zu kämpfen.

Im ersten Quartal 2011 hat Samsung in Westeuropa die Position des Marktführers im Verkauf von Smartphones und Feature-Phones, gehalten bisher von Nokia, eingenommen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 mussten die Finnen einen Einbruch der Verkaufszahlen um glatt 10 Prozent verkraften, während Samsung um 5 Prozent zugelegt hat.

In Westeuropa hat nach Angaben der Marktforscher bei IDC Samsung im ersten Quartal 2011 insgesamt 13,2 Mio. Smartphones und Feature-Phones verkauft (+ 5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2010), während Nokia nur auf 12,6 Mio. Stück kam (-10 Prozent). Dritter ist Apple mit 4,4 Mio. Stück (+ 49 Prozent), den vierten Platz nimmt RIM mit 3,5 Mio. Stück ein (+ 48 Prozent), fünfter ist HTC mit 3,5 Mio. Stück (+271 Prozent).

Anders sieht es aus, wenn man den reinen Smartphone-Markt in Westeuropa im ersten Quartal 2011 analysiert: Hier liegt freilich Apple mit 4,4 Mio. verkauften Stück vorne (+ 49 Pozent im Vergleich zum ersten Quartal 2010), gefolgt von Nokia mit 4,2 Mio. Stück (-15 Prozent). Dritter ist RIM mit 3,5 Mio. Stück (+48 Prozent), Vierter ist HTC mit 3,5 Mio. Stück (+271 Prozent), und den fünften Platz nimmt schließlich Samsung mit 2,6 Mio. Stück ein (+744 Prozent).


Die Fernost-Firmen und Apple liefern sich also bei den Smartphones ein hartes Rennen, in dem Nokia gegen sinkende Absatzzahlen ankämpfen muss.


Die genannten Zahlen beziehen sich rein auf den Verkauf von eigenen Marken-Geräten, das OEM-Geschäft ist hier nicht mit eingerechnet. Fazit bleibt aber: Nokia bewegt sich trotz des neuen (früheren Microsoft-) Mannes an der Spitze in turbulentem Umfeld, hat mit äußerst schwierigen  Umgebungsbedingungen zu tun und mit rückläufigen Absatzzahlen zu kämpfen.