OLED statt Plasma Panasonic verabschiedet sich von Plasma-Fernsehern

Einer der letzten Plasmas von Panasonic: der ZT60, der erst im Mai vorgestellt wurde. Er kostet rund 4.000 Euro.
Einer der letzten Plasmas von Panasonic: der ZT60, der erst im Mai vorgestellt wurde. Er kostet rund 4.000 Euro.

Nach 13 Jahren stellt Panasonic die Produktion von Plasma-Displays ein. Entsprechende Medienberichte hatte es schon Anfang Oktober gegeben, jetzt folgte eine offizielle Mitteilung des Konzerns.

Demnach wird die Fertigung von Plasma-Panels im Dezember dieses Jahres eingestellt. Im März 2014 werden alle weiteren Operationen eingestellt, wie zum Beispiel der Verkauf von Plasma-Fernsehern.

Panasonic hatte im Jahr 2000 mit der Produktion von Plasmafernseher begonnen. Die Strategie des Unternehmens war es damals, Plasma-Panels für große Bildschirme und LCD-Panels für kleine und mittlere Displays herzustellen.

In den letzten Jahren machten diesem Geschäftsmodell allerdings die immer größer werdenden und günstigeren LCDs das Leben schwer. Die Nachfrage nahm ab und die Produktion wurde unrentabel. Zahlen des Marktforschungsunternehmens Displaysearch zufolge sind die Absatzzahlen von Plasma-Fernsehern allein in den ersten beiden Quartalen 2013 um jeweils rund 20 Prozent im Jahresvergleich zurückgegangen.

Offensichtlich hatte Panasonic schon seit einiger Zeit die Fertigung von Plasma-Fernsehern zurückgefahren, da bereits 4 der 6 Fabriken seit März 2012 nicht mehr produzierten.

Das Ende der Plasma-Fernseher ist allerdings noch nicht gekommen, sie werden weiterhin von Herstellern wie Samsung oder LG hergestellt.

Wie die beiden koreanischen Hersteller auch, will Panasonic die Entwicklung von OLED-Fernsehern vorantreiben. Das Unternehmen arbeitet derzeit daran, seine »RGB Printing Methode« für die Serienfertigung von OLED-Displays fertig zu machen. Wann es erste Fernseher geben wird, ist derzeit noch nicht bekannt.