Mobile World Congress Nokia-Rettungsanker - die 29-Euro-Phones?

Nokia-CEO Stephen Elop sieht in sehr preisgünstigen Entry-Level-Telefonen die Hoffnung auf frisches Geld in den Nokia-Kassen. Hier das brandaktuelle Nokia X. Günstigere Geräte soll es schon ab 29 Euro geben.

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte Nokia-CEO Stephen Elop begeistert einige neue Entry-Level-Smartphones vor, die preislich bei 29 Euro beginnen sollen und in leistungsfähigeren Varianten bis hin in die 100-Euro-Klasse reichen sollen. Bringt das dem angeschlagenen Konzern einen Rettungsanker?

Was hätte Elop aber auch tun sollen, als heftig begeistert seine neuen Geräte anzukündigen? Er sieht sicherlich in den neuen und sehr preisgünstigen Geräte in gewisser Weise einen Rettungsanker für das finnische Unternehmen: Angesprochen werden sollen durch die neuen Serien hauptsächlich junge Leute, die nicht viel Geld investieren können, die sich aber für Wireless-Internet-Access und die damit verbundenen Social-Media-Aktivitäten begeistern. Ein weiterer Punkt, der Nokia wieder nach vorne bringen soll, so Elop, ist die Hinzunahme von Android als Betriebssystem – Fachleute registrieren dies mit verwunderter Aufmerksamkeit.

Die Geräte im Einzelnen: Da gibt es zunächst das neue „Samrtphone“ Nokia 220, das (man staune) für sage und schreibe 29 Euro als Internet-ready-Version in den Handel kommen soll, zunächst in den Ländern des Globus, die derzeit noch nicht vom Smartphone-Boom massiv erfasst sind: Pre-loaded z.B. mit Facebook und Twitter, Microsoft Bing und auch ausgestattet mit 2-MPixel-Kamera.

Überhaupt sieht Elop in der Kopplung mit Microsoft-Services, wie deren Cloud oder Streaming-Diensten, einen weiteren Anschubfaktor für seine neuen Serien. Nächst teureres Gerät ist das für 45 Euro über die Ladentische an die Jugend gehen sollende ASHA 230. Ein Touch-Smartphone für die bildorientierten jungen Leute, zusätzlich mit großem Cloud-Speicher bei Microsoft und mit MixRadio-Streaming.

Die nächst aufwendigere Reihe setzt sich aus drei Modellen zusammen:: Nokia X für 89 Euro, Nokia X+ für 99 Euro und Nokia XL für 109 Euro. Alle drei mit dem Androiden als Betriebssystem, mit 4-inch-Touch-Bildschirm und je nach Typ aufsteigend mit jeweils mehr Speicher. Skype, Facebook und viele Games sind installiert, Betrieb vor allem auf Games und Videos sowie Musik-Streaming optimiert. Alle natürlich mit kleiner Kamera, das XL sogar mit 5 MPixel- und 2-MPixel Dual-Kamera und mit 5-inch-Screen. Elop: „Zusammen mit Microsoft können wir eine neue Erfahrung für noch breitere Mobilfunk-Internet-Nutzergruppen schaffen.“