Umgebungslicht von Vorteil Mirasol-Displays: was dahintersteckt

Eine neue Display-Generation schickt sich an, Handys und Smartphones sowie E-reader zu erobern: die Mirasol-Display-Technologie von Qualcomm, die sich besonders durch geringen Stromverbrauch und beste Ablesbarkeit bei hellem Umgebungslicht auszeichnet.

Thomas Nindl, Director Business Development bei Qualcomm, erläuterte exklusiv auf dem Firmen-Forum IQ 2010 in London, welche Pluspunkte Mirasol-Displays bieten und wie sie arbeiten: Die Technologie arbeitet mithilfe eines MEMS, Micro-Electronic-Mechanical-System. Das Display besteht aus einer freistehenden verformbaren reflexiven Membran und einer Dünnschicht-Lage. Beide Lagen fungieren als Spiegel des optischen Resonanzsystems und liegen an einem transparenten Substrat an. Einfallendes Umgebungslicht wird sowohl von der Dünnfilm-Lage als auch von der reflexiven Membran reflektiert. Durch die Veränderung des Abstands zwischen den beiden Lagen (eben durch die Aktion der MEMS-Technologie, die eine kleine Bewegung zur Änderung des Lagen-Abstandes erzeugt) können so für einen bestimmten Wellenlängenbereich konstruktive oder destruktive Resonanzen erzeugt werden. Licht wird dabei reflektiert, bestimmte Wellenlängen werden verstärkt und andere werden ausgelöscht. Somit kann ein komplettes Spektrum an klaren und lebendigen Farben erzeugt werden.

Im Gegensatz zu anderen Displays macht sich die Technologie das Umgebungslicht zunutze, statt dagegen anzukämpfen. Die Reflexivität sorgt dafür, dass sich das Bild auch bei zunehmender Lichtstärke nicht verändert. So liefert das Display bei fast jeder Lichtbedingung klare Bilder, sogar bei strahlendem Sonnenschein.

Ein weiteres Plus: Durch die Reflexivität wird darüber hinaus die stromfressende Hintergrundbeleuchtung überflüssig und die bistabile Konstruktion sorgt dafür, dass das Display bei unverändertem Bild fast keinen Strom verbraucht. Die Akkulaufzeit liegt dadurch weit über der anderer Display-Technologien und das bei besonders schneller Reaktionszeit.