Nokias Ex-CEO ist weg Microsoft feuert Stephen Elop

Stephen Elop zeigt Nokias erste Smartphones mit Android, dem Betriebssystem vom Erzrivalen Google.
Der Spaß hat ein Ende: Stephen Elops Karriere ist nun auch bei Microsoft beendet.

Stephen Elop, ehemaliger CEO von Nokia und nach dem Kauf der Handy-Sparte durch Microsoft Leiter des Geräte-Geschäftes, arbeitet nicht länger für den Erfinder von Windows und MS-Office. Grund dürfte die anhaltende Erfolglosigkeit von Elop sein.

Auch nach dem Kauf ist das Smartphone-Geschäft mit den ehemaligen Nokia-Geräten der Familie "Lumia" bei Microsoft nicht in Gang gekommen.

Das Betriebssystem "Windows Phone" dümpelt nach wie vor trotz der größten Marketing-Kampagne aller Zeiten für ein Mobil-OS bei 3 % Marktanteil dahin, während Googles Android fast 80 % erzielt und selbst Apple mit iOS, das ausschließlich auf einer Gerätereihe, dem iPhone, läuft, fast 20 % erreicht.

Microsoft wird das Smartphone-Geschäft ab sofort mit dem Kernbereich Windows-Software zusammenlegen, der neue Bereich wird von dem bisherigen Windows-Chef Terry Myerson geleitet werden.

Elop war 2010 von Microsoft zu Nokia gewechselt und hatte den ehemaligen Marktführer mit seiner Windows-Phone-Strategie innerhalb weniger Jahre fast ruiniert - zigtausende Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz, der Aktienkurs stürzte nach Milliardenverlusten ins Bodenlose.

2014 kaufte Microsoft Nokias Gerätesparte, im Rahmen des Kaufes wechselte Elop zurück zu Microsoft und leitete diese in der Folge als Mitglied in der 2. Führungsebene.

Der Absturz von Nokia ist in der Geschichte beispiellos: In keiner Branche gab es jemals in einem derart kurzen Zeitraum einen solch drastischen Verlust von Marktanteilen eines Marktführers, wie es Nokia bis zur Abkündigung von Symbian und Verkündung der Windows-Phone-Strategie durch Elop war.