10-Gbit/s-Ethernet Konsolidierung in der Netzwerk-Technik

Der amerikanische Halbleiterhersteller Intel verstärkt seine Position in der Netzwerk-Technik durch die Übernahme des Ethernet-Spezialisten Fulcrum. Bei Fulcrum handelt es sich um ein typisches Start-up.

Das 1999 gegründete Unternehmen trat mit der Entwicklung eines nicht-blockierenden Kreuzschienenverteilers für SoCs hervor, dem Nexus-Verfahren (siehe auch Elektronik 2003, H. 24, S. 66ff). Auf Basis dieses Verfahrens wurden u.a. 10-Gbit/s-Ethernet-Switch-ICs realisiert, die sich durch sehr geringe Latenzzeiten auszeichnen und die in Systemen von Alcatel-Lucent, Arista, IBM und NEC verwendet werden.

Das Unternehmen hatte in vier Finanzierungsrunden etwa 116 Mio. Dollar akquirieren können, bei der letzten Runde im Jahr 2010 hatte sich Intel bereits beteiligt. Fulcrum beschäftigt etwa 75 Mitarbeiter und hat 2010 einen Umsatz von rund 15 Mio. Dollar erzielt. Das auf Kommunikations-ICs spezialisierte Marktforschungsunternehmen The Linley Group schätzt das Marktvolumen für 10-Gbit/s-Ethernet-Switches auf 117 Mio. Euro, die mittlere jährliche Wachstumsrate soll in den nächsten drei bis fünf Jahren über 10 Prozent liegen.