Kommunikation Kommunikations-Trends bis 2015

Kommunikations- und Computertechnik hängen sehr eng zusammen: Ohne die schnellen Kommunikationsverfahren wären auch die Rechner nur halb so viel wert - und umgekehrt. Deshalb hier in einer vom VDE erstellten Trendübersicht bis 2015 zusammengefasst die wichtigsten Entwicklungsrichtungen aus beiden Technologiesparten.

Die Wellenlängen-Multiplextechnik (WDM) überträgt via Glasfaser schon bald mehr als zehn Gbit/s zum Teilnehmer. Spätestens bis 2015 wird der Breitbandzugang ins internet auch über die Fernsehgeräte Standard sein.

Bei Server- und PC-Technik geht der Trend hin zum „organischen Computer“. Die Rechner der Zukunft werden sich den jeweiligen Bedürfnissen des menschlichen Lebens und Zusammenlebens in intelligenten, permanenten Optimierungsprozessen anpassen. Sie konfigurieren, reparieren und schützen sich selbst.

Breitbandigkeit und geringe Reaktionszeiten werden auch für die mobile Kommunikation das beherrschende Thema sein und den Nutzern die selbe Erfahrung bei mobilen WEB 2.0-Diensten ermöglichen, wie sie es heute vom Festnetz gewohnt sind. Bis etwa 2012 wird sich im Mobilfunk die UMTS/HSDPA-Technologie breiter Akzeptanz erfreuen und kontinuierlich weiterentwickelt. In diesem Zeitraum werden weltweit die ersten 4G/LTE-Systeme kommerziell in Betrieb gehen. Es werden aber auch z.B. für Sensoranwendungen Systeme für sehr geringe Datenraten mit geringem Overhead benötigt.

Probleme des heutigen Internetprotokolls für eine bessere Nutzung des Mobilfunkkanals, verbesserter Flexibilität und Sicherheit wurden durch Forschungsaktivitäten zum Future Internet überwunden.

Das Neurocomputing, also die intelligente Nachbildung biologischer neuronaler Funktionen z.B. zur assoziativen Informationsverarbeitung, ist bis 2015 ausgereift. Diese Technologie wird unter anderem zur Optimierung entscheidungsunterstützender Managementsysteme beitragen.

Die Informationsverarbeitung wird Systeme zur elektronischen Bildinterpretation und Softwareagenten mit Lern- und Wahrnehmungsfunktion nutzen. Augmented reality-Anwendungen in 3D-Darstellung werden auf dem Vormarsch sein: Sie blenden Informationen aus Knowledge-Datenbanken mit Hilfe von Datenbrillen oder Miniprojektoren in das reale Sichtfeld des Betrachters ein.