Browser Google Chrome: Passwörter sind nicht sicher

Chrome lässt sich in die Passwörter schauen -mit wenigen Klicks.
Chrome lässt sich in die Passwörter schauen - mit wenigen Klicks.

Wer Google Chrome als Browser nutzt und sich "fürsorglicherweise" seine Passwörter verschiedener Webseiten von Chrome verwalten lässt, könnte eine Enttäuschung erleben: denn die gespeicherten Passwörter sind keineswegs sicher.

Probieren Sie es als Chrome-Nutzer selber aus: Ihre eingespeicherten und von Chrome verwalteten Passwörter sind von jedem, der in einem unbeobachteten Moment Zugang zu Ihrem Computer hat, im Klartext (!) lesbar. Und das ganz ohne Hacker-Aktivität, sondern lediglich mit ein paar Klicks, die jeder machen kann.

Hier die Klicks:

In Chrome links "Einstellungen", dann ganz unten "Erweiterte Einstellungen anzeigen", dann dort "Passwörter und Formulare" und da "Gespeicherte Passwörter verwalten" - schon sind Sie drin: Jetzt erscheinen Ihre bevorzugten Webseiten mit (zunächst) Punkten als Passwörter. Sie klicken jedoch nur auf "Anzeigen" - und schon erscheint das Passwort in Klartext.

Sie sollten also unbedingt verhindern, dass jemand unbeaufsichtigt an Ihren "offenen" Rechner gelangt.

Das Ganze ist deshalb recht bedenklich, weil man aus Gedächtnis-Gründen eventuell in harmlosen Webseiten-Zugängen auch ein Passwort verwendet, das man vielleicht auch zum Banking-Zugang nutzt.

Die Moral aus der Geschicht': Traue Google Chrome nicht. Und: Lassen Sie Chrome (bzw. Ihren PC) nicht unbeaufsichtigt offen und verwenden Sie für wirklich sicherheitsrelevante Zugänge auch Passwörter, die erstens voll "schräg" sind und die nirgendwo anders (schon gar nicht in Chrome) auftauchen.