Drahtlose Telekommunikationsdienste Frequenzversteigerung hat begonnen

Matthias Kurth und seine Behörde, die Bundesnetzagentur, versteigern jetzt vier Frequenzbänder für den drahtlosen Netzzugang.

Die Bundesnetzagentur versteigert ab dem 12. April Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten, im Wesentlichan also für den drahtlosen Internet-Zugang in unterversorgten Regionen.

Aus den vier Frequenzbändern stehen letztlich insgesamt 360 MHz an belegbarer Bandbreite zur Verfügung. Das ist etwa das 2,5-fache an verfügbarem Frequenzspektrum wie bei der UMTS-Versteigerung im Jahr 2000. Darunter ist auch die sog. »Digitale Dividende« (Frequenzbereich 790-862 MHz) aus den frei gewordenen Analog-Fernsehkanälen. An der Versteigerung nehmen teil:

- Erste MVV Mobilfunk Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (E-Plus)

- Telefoica O2 Germany GmbH & Co. OHG

- T-Mobile Deutschland GmbH

- Vodafone D2 GmbH

Die Frequenzen werden, so die Bundesnetzagentur,  technologie- und diensteneutral in einem wettbewerblichen Verfahren vergeben. Damit sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass innovative Anwendungen entstehen können, und sich ein uneingeschränkter Zugang zum Internet im Wettbewerb durchsetzen wird. Dies sollte vor allem in denjenigen Regionen der Fall sein, in denen durch die Nutzung der Digitalen Dividende erstmalig ein breitbandiger Internetzugang realisiert wird. Die 800-MHz-Frequenzen sind an eine hohe Ausbauverpflichtung zur Schließung der sog. weißen Flecken gebunden.

Danach ist der Frequenzzuteilungsinhaber verpflichtet, in allen Bundesländern einen Versorgungsgrad von 90 Prozent der Bevölkerung der von den einzelnen Bundesländern benannten Städte und Gemeinden ab dem 1. Januar 2016 zu erreichen. Hierbei ist zum einen ein stufenweiser Ausbau bezogen auf die Einwohnerzahl vorgegeben, zum anderen wird aber die Versorgung durch andere Anbieter oder Technologien mit gleichwertigen bzw. höherwertigen Breitbandlösungen angerechnet.

Die Auktion findet – wie auch in der Vergangenheit – als Präsenzauktion vor Ort in Mainz statt und erfolgt lokal über ein autarkes Computernetzwerk. Die Bieter geben in jeder Auktionsrunde geheim ihre Gebote in eigens für sie reservierten und voneinander getrennten Räumen in einem abgeschlossenen Bieterbereich ab. Sie bieten in jeder Auktionsrunde gleichzeitig und unabhängig voneinander auf die von ihnen gewünschten Frequenzblöcke.

Am Ende einer Auktionsrunde werden die Ergebnisse der Auktionsrunde auch der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Diese Ergebnisse werden sowohl in dem Öffentlichkeitsraum vor Ort in Mainz als auch auf der Homepage der Bundesnetzagentur der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.