Netzwerkkarte von Kontron Erste Gehversuche mit TSN in der Praxis

TSN-Netzwerkkarte PCIE-0400-TSN mit vier Gigabit-Ethernet-Ports
TSN-Netzwerkkarte PCIE-0400-TSN mit vier Gigabit-Ethernet-Ports

Kontron hat auf der SPS IPC Drives eine TSN-Netzwerkkarte vorgestellt. Dank FPGA kann sie per Update an eventuelle Änderungen der TSN-Spezifikation angepasst werden.

Time Sensitive Networking (TSN) sorgt dafür, dass Datenpakete garantiert zeitgerecht und zuverlässig zugestellt werden. Es nutzt dafür eine Ethernet-Infrastruktur mit speziellen Switches. So können Standard-Ethernet-Pakete und TSN-Pakete koexistieren, was eine nahtlose Vernetzung von der Maschinensteuerung in der Fertigung bis zur IT-Ebene eines Unternehmens ermöglicht. Proprietäre Feldbussysteme könnten durch TSN-Ethernet teilweise abgelöst werden.

Mit den PCI-Express-Netzwerkkarten PCIE-0200-TSN und PCIE-0400-TSN von Kontron einschließlich der dazugehörigen Netzwerk- und Switch-Treiber für Linux können Industriecomputer mit einem redundanten Ring-, Linien- oder sternförmigen TSN-Netzwerk verbunden werden. Die Kontron Box-PCs, 19-Zoll-Server und Workstations der KBox C-Serie, ZINC19 und HPW-Produktfamilien lassen sich damit für TSN erweitern. 

Die TSN-Netzwerkkarte von Kontron umfasst einen integrierten Switch für redundante Netzwerke mit zwei (PCIE-0200-TSN) oder vier Gigabit-Ethernet-Ports (PCIE-0400-TSN). Sie erfüllt alle Spezifikationen gemäß IEEE 802.1 wie Timing und Synchronisation, Traffic Scheduling, Frame Preemption, Stream Reserveration Protocol und weitere. Da die Karte mit einem FPGA ausgestattet ist, kann sie später an mögliche Änderungen und Erweiterungen der TSN-Spezifikation angepasst werden. Sie kann im industriellen Temperaturbereich von –40 bis +85 °C betrieben werden.