Vernetzung EEBus und EnOcean bündeln ihre Kräfte

v.l.n.r. Til Landwehrmann, Geschäftsführer EEBus e.V., Graham Martin, Chairman & CEO der EnOcean Alliance
v.l.n.r. Til Landwehrmann, Geschäftsführer EEBus e.V., Graham Martin, Chairman & CEO der EnOcean Alliance

Die EEBus-Initiative und die EnOcean Alliance haben eine Kooperation vereinbart, damit Gebäudeautomatisierung, Hausgeräte und Smart Meter besser zusammenwirken können.

Die Organisationen wollen den EnOcean-Funkstandard nahtlos in die EEBus-Welt integrieren und so die offene Vernetzung verschiedener Systeme voranbringen. In einem ersten Schritt werden die beiden Partner eine gemeinsame Spezifikation definieren. Künftig sollen Anwender dadurch Geräte der Gebäudeautomatisierung und des Smart Home standardübergreifend mit einer intelligenten Energienutzung kombinieren können.

Die EEBus-Initiative geht von den Energieversorgern aus. Ziel ist es, dass Energieversorger und Haushalte Daten austauschen können und die Versorger neue Dienste anbieten können, die die Energieeffizienz erhöhen. Dazu zählen z.B. die Steuerung des Verbrauchs entsprechend der aktuellen Stromerzeugung oder die Zusammenfassung von privaten Photovoltaikanlagen zu virtuellen Kraftwerken.

EnOcean kommt hingegen aus der Ecke der Sensorik. Die EnOcean-Alliance hat ein Funkprotokoll entwickelt, mit dessen Hilfe Sensoren Signale und Daten über kurze Entfernungen übermitteln können. Die Energie dazu wird über piezo-elektrische Wandler, Solarzellen oder Peltier-Elemente (Energy Harvesting) erzeugt. In der Gebäudetechnik hat diese Technik schon Fuß gefasst.

In der Alliance sind über 350 internationale Unternehmen organisiert, die Lösungen für energieeffiziente Gebäude auf Basis der batterielosen Funktechnologie von EnOcean anbieten.

Definition von offenen Schnittstellen

Im Rahmen der Zusammenarbeit werden die beiden Partner ein Mapping zwischen dem EEBus-Standard und den Anwendungsprofilen der EnOcean Alliance (EnOcean Equipment Profiles, EEP) definieren. In einem ersten Schritt sollen Anwendungen für ein integriertes Energiemanagement mit Hilfe der intelligenten Steuerung von Heizung und Lüftung ausgearbeitet werden.