Mobilfunk Dämpfer für Handy-Verkauf

Ein schwaches Jahr 2010: Der weltweite Verkauf von Mobilfunkgeräten der Top 10 aus der Handy-Auftragsfertigungs-Branche brach 2009 massiv ein und erholt sich nur sehr dürftig.

Die »Top 10« der Handy-Auftragsfertigungs-Firmen sieht sich einem herausfordernden Jahr 2010 gegenüber: Ihr Absatz wächst um schwache 3,4 Prozent aus einem verlustreichen Jahr 2009 heraus.

Wie die Marktforscher von iSuppli herausfanden, wird der Verkauf von Handys, den die »Top 10« unter den »Original Development Manufacturers« (ODM) und unter den  »Electronic Manufacturing Services« -Firmen (EMS) erzielen werden, gerade mal um 3,4 Prozent auf 204,2 Mio. Stück gegenüber 2009 anwachsen. Damals waren es 197,5 Mio. Stück.

Das Ganze steht vor dem Hintergrund eines in der Branche eigentlich schon zum Alltag gewordenen zweistelligen Jahres-Wachstums, so dass das Jahr 2010 in der Handy-Fertigungs-Branche eher weniger Grund zum Feiern liefern dürfte.


Im Jahr 2008 betrug der Handy-Verkauf der ODMs und der EMS-Firmen immerhin noch 281 Mio. Stück.


Der ganze Trend hat nicht zuletzt seine Ursache darin, dass die großen Handy-Firmen und Mobilfunk-Unternehmen die eigentlich ausgegebenen Fertigungsaufträge wieder in das eigene Haus zurückholen.

Bestes Beispiel war Nokia, wo diese Strategie im Jahre 2009 begonnen wurde. Diese Strategien schlagen natürlich erheblich auf die Auftragsfertiger durch, wie z.B. die Foxconn International Holdings, Flextronics International Ltd., Compal Communications Inc., Arima Communications Corp. und die Elcoteq SE, die weltweit Handys im Auftrag zusammenbauen. Deren Stückzahl-Verkäufe gingen zum großen Teil um rund 50 Prozent zurück.

Nichtsdestoweniger wird der gesamte Handy-Absatz im Jahre 2010 - also summiert die Verkäufe der ODM-/EMS-Konzerne und der Mobilfunk-Unternehmen selbst - von den Marktforschern auf ein Gesamtvolumen von 1,5 Mrd. Stück geschätzt. Das wäre ein Wachstum von 12,8 Prozent gegenüber 2009.