Breitband-Technik Bundesregierung setzt ehrgeizige Ziele

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens Ende 2010 flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse zur Verfügung zu stellen. Es stellt sich aber die Technologie-Frage.

Konkret sollen nach Angaben aus Regierungskreisen bis 2014 für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Dieses ehrgeizige Ziel - rund 7 Prozent aller Haushalte sind bislang hiervon ausgeklammert - ist nur über einen massiven Glasfaserausbau zu erfüllen.

Aber gerade im Ausbau der Glasfasernetze, die für die zukünftigen Datenmengen und die dafür notwendigen Übertragungsraten immer wichtiger werden, hat Deutschland erheblichen Nachholbedarf.
 
Doch in manchen ländlichen Gegenden wäre der Glasfaser-Ausbau sehr teuer. Hier könnten andere moderne Kupferleitungs-Technologien Hilfe bringen, die auch den über 5 km langen Leitungen mehr Bits pro Sekunde entlocken.

Hier zu nennen sind das Reach-Extended ADSL2, das in Frankreich für 40 Prozent größere High-speed-Abdeckung sorgt. Oder VDSL2 in Österreich, wo man das GigaNetz für weite Flächen-Areale einsetzt.

Letztlich kommen aber auch Funk-Technologien in Frage wie beispielsweise das Wireless LTE (Long Term Evolution von UMTS), das zumindest in Feldversuchen derzeit bereits 100 Mbit/s schafft.