Folge des Absturzes BlackBerry sucht Käufer oder Partner

Der krisengeplagte kanadische Handy-Hersteller BlackBerry stellte den Handel mit Aktien ein und verkündete, “strategische Alternativen” inklusive eines Verkaufes, der Gründung eines Joint-Venture oder einer Partnerschaft ausloten zu wollen. Es wurde ein Komitee mit CEO Thorsten Heins aufgesetzt, um nach Alternativen zu dem derzeit wenig erfolgreichen Weg zu suchen.

Der BlackBerry-Aktienkurs war in den letzten 6 Monaten um fast 38% gefallen, nachdem die Marktanteile in einer von den Betriebssystemen Android (Google) und iOS (Apple) dominierten Handy-Welt immer weiter geschrumpft waren. Sinkende Marktanteile wirken sich ja nicht nur unmittelbar finanziell aus, sondern machen die Plattform auch unattraktiver für Entwickler und den Rest des Ökosystems.

Die Idee hinter einer Privatisierung ist, ohne den öffentlichen Druck der Börse Restrukturierungen vornehmen zu können. Ein großes Problem besteht darin, dass Blackberry nachwievor mehr Altgeräte als die mit der neuen Plattform BB10 verkauft. Im letzten Quartal, das am 1. Juni 2013 endete, konnten die Kanadier lediglich 2,7 Mio. Geräte mit BB10 verkaufen – die Folge war ein Kurssturz um 30 %.

Die Frage, ob es überhaupt gelingen kann, in diesem Zustand einen Käufer oder einen Partner, der sich finanziell engagiert, zu finden, hat sich Blackberry offenbar schon selbst gestellt. Das Unternehmen teilte mit der Ankündigung gleich schon einmal mit, dass “nicht zugesichert werden kann, dass der Evaluations-Prozess auch zu einem Abschluß führen wird”.

Das wäre sicherlich das Worst-Case-Szenario für Blackberry.

Bilder: 5

Blackberry Q10

Das Blackberry Q10 ist das erste Blackberry-10-Smartphone mit Touchscreen und klassischer Qwertz-Tastatur.