Schlimmer als erwartet Blackberry erzielt fast 1 Milliarde Dollar Quartalsverlust

Die neuen Smartphones von Blackberry finden keinen großen Anklang bei den Kunden

Der Smartphone-Hersteller Blackberry hat weniger Tage nach Bekanntgabe erneuter Massenentlassungen die Ergebnisse seiner 2. Geschäftsquartals bekanntgegeben: Nahezu 1 Milliarde Dollar Verlust übertreffen die schlimmsten Erwartungen.

Im zweiten Quartal 2013 des Blackberry-Geschäftsjahres (Juli-September) konnte der Smartphone-Hersteller laut vorläufigen Zahlen, die der amerikanischen Börsenaufsicht NASDAQ gemeldet wurden, einen Umsatz von 1,6 Mrd. Dollar und den Verkauf von 3,7 Mio. Geräten vermelden. Im letzten Quartal waren es noch 3,1 Mrd. Dollar und 6,8 Mio. Geräte. Die Zahlen haben sich also nahezu halbiert.

Vervielfacht hat sich dagegen der Verlust: Zwischen 950 und 995 Mio. Dollar wird dieser betragen, primär bedingt durch Abschreibungen auf nicht verkaufte Geräte, die als Ladenhüter in den Lagern liegen.

In Zukunft will Blackberry seine Produktpalette von 6 auf 4 Geräte reduzieren (davon 2 High-End-Smartphones und 2 Einsteiger-Geräte) und sich nur noch auf den Geschäftskunden konzentrieren: Diesem sollen Paketlösungen mit Hardware, Software und Services angeboten werden.

Nachdem nach einem Zeitungsbericht über die Entlassung von bis zu weiteren 5.000 Mitarbeitern bis Ende 2013 spekuliert worden war, konkretisierte Blackberry diese Zahl erstmals offiziell: 4.500 Mitarbeiter werden konkret betroffen sein.

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Blackberry Q10

Das Blackberry Q10 ist das erste Blackberry-10-Smartphone mit Touchscreen und klassischer Qwertz-Tastatur.