Mobilkommunikation Baby-Strampler funkt an Eltern

Ein Baby mit dem Wireless-Strampelanzug: Cheyenne Crow, Director und COO der Firma Exmovere, führt dessen Eigenschaften vor.

Die im US-Bundesstaat Virginia beheimatete Biomedizin-Firma Exmovere hat einen Baby-Pyjama angekündigt, der als komplexer Vitalsensor fungiert und der seine Daten via ZigBee-Funk und Handy-Netz überträgt.

Das Unternehmen befasst sich seit langem im Rahmen seiner e-Health-Arbeiten mit der Erforschung der Zusammenhänge zwischen elektrisch messbaren Gesundheitsparametern und emotionalen Zuständen des Menschen. Bekannt ist ja z.B., dass die Herzfrequenz und deren Änderung bzw. Änderungsgeschwindigkeit ein Parameter für positive oder negative Erregungszustände sind. Ähnliche Zusammenhänge bestehen bei der Atemfrequenz und Atemtiefe sowie bei anderen medizinischen Parametern.

Nun hat die Firma als Ergebnis ihrer Forschungen den »Exmobaby-Strampelanzug« vorgestellt, der mit ausgefeilter Sensorik und Auswerteelektronik unter anderem die Herzfrequenz des Babys sowie - daraus abgeleitet - auch den emotionalen Zustand und das Verhalten des Kindes überwachen soll. Die Daten werden mittels ZigBee-Transceiver an einen PC und von diesem aus beispielsweise in das Mobilfunknetz übertragen.

Somit können Eltern oder andere Betreuer die Messdaten aus der Ferne überwachen.

Mit dem Vitalsensor-Pyjama will das Unternehmen nicht zuletzt Mütter ansprechen, die wieder in das Berufsleben zurückkehren und laufend wissen wollen, wie es ihrem Kind geht. Zudem soll Exmobaby denjenigen Eltern helfen, die sich wegen längerer Atem-Aussetzer oder anderen mit dem Phänomen des plötzlichem Kindstodes in Verbindung gebrachten Symptomen Sorgen machen.

Eine Anwendung im klinischen Bereich ist sicher auch angedacht. Die ersten 1000 Strampler will das Unternehmen bis Januar 2011 ausliefern, ehe im zweiten Halbjahr eine echte Massenmarkt-Version folgen soll.