Mobilfunk Apple-Geräte speichern Aufenthaltsort in geheimer Datei

Sowohl das iPhone wie auch 3G iPads sollen nach Angaben von Wissenschaftlern die Geräte-Position und damit den Aufenthaltsort ohne Wissen des Nutzers in einer speziellen Datei abspeichern.

Die beiden Elektronik-Spezialisten Alasdair Allan and Pete Warden haben herausgefunden (siehe Link), dass sowohl das iPhone wie auch 3G iPads kontinuierlich die GPS-Position des Gerätes und damit den Aufenthaltsort des Nutzers mitschreiben und die entsprechenden Koordinaten zusammen mit einem Zeitstempel in einer speziellen Backup-Datei abspeichern.

Die Dateien nennt sich consolidated.db, und sie ist in den entsprechenden Back-up-Ordnern des Mac oder des PC, mit dem man das Portabelgerät jeweils verbindet, dann auch zu finden. Was mit dieser Datei geschieht, bleibt letztlich im Unklaren. Jedenfalls könnte man mit entsprechender Ausrüstung und dem nötigen Hacker-Fachwissen darauf Zugriff nehmen.

Zwar schreibt jedes iPhone bereits seit jeher die Positionsdaten mit, aber erst seit der Einführung des Betriebssystems iOS4 Mitte 2010 sind diese Daten relativ einfach in den Backup-Dateien zugänglich.

Angesichts dieser Tatsache empfehlen die Wissenschaftler, zunächst einmal sämtliche Backups auf dem heimischen Rechner zu verschlüsseln, und damit auch die besagte Positions-Logging-Datei. Doch selbst wenn dies erfolgt sei, bleibt die Basisdatei immer noch auf dem Portabelgerät erhalten und könnte eventuell doch einem fremden, unautorisierten Zugriff zugänglich sein.

Zwar speichern seit langem die Mobilfunk-Netzbetreiber die jeweilige Position von Mobilgeräten in Dateien ab, diese Daten sind aber speziell geschützt und Behörden haben nur im Falle eines Gerichtsbeschlusses Zugriff darauf. Insofern eröffnet die Entdeckung der beiden Wissenschaftler wahrscheinlich eine neue Diskussion über Datensicherheit.

Apple selbst soll übrigens versichert haben, dass sämtliche Positionsdaten stets im privaten Bereich auf dem Gerät verbleiben würden.