Chip-Verbrauch Wer kauft die meisten Halbleiter ein?

Statistiken, welcher Chip-Hersteller wieviele Halbleiter welcher Sorte verkauft, gibt es viele. Eine neue Gartner-Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, wer eigentlich die größen Chip-Konsumenten sind.

Angeführt wird die Liste vom amerikanischen PC- und Server-Hersteller Hewlett-Packard, der im Jahr 2009 Chips im Wert von 11 Mrd. Dollar eingekauft hat. Freude wird dies insbesondere bei Intel und diversen Speicherherstellern ausgelöst haben. Zweiter ist der koreanische Mischkonzern Samsung mit 10,2 Mrd. Dollar, der den Vorteil hat, die Chipherstellung gleich im eigenen Haus zu haben und so vermutlich einen großen Anteil zur Vorzugskonditionen erworben hat. Dritter ist der Handy-Hersteller Nokia mit 9 Mrd. Dollar, Zielkunde u.a. von den Herstellern von Applikationsprozessoren, Basisband-Chips und Flash-Speicher.

Der amerikanische PC-Hersteller Dell belegt mit 7,2 Mrd. Dollar Platz 4, wie HP kauft Dell primär x86-Prozessoren aus dem Hause Intel und große Mengen DRAM-Speicher ein. Nach Dell folgt Apple mit 7,0 Mrd. Dollar Einkaufsvolumen. Durch iPhone, iPad und SSDs bei Macintosh-Computern ist Apple zusätzlich zu Prozessoren aller Art und DRAMs auch Großkunde von Flash-Speichern.

Auf den nächsten Plätzen folgen Panasonic (6,7 Mrd. Dollar), Sony (4,4 Mrd. Dollar), Motorola (4,2 Mrd. Dollar), LG (3,9 Mrd. Dollar) und Kingston (3,7 Mrd. Dollar). Kingston Technology ist der weltweit größte unabhängige Hersteller von Speicherprodukten und kauft primär DRAMs und Flash-Speicher ein. Das Unternehmen bietet inzwischen über 2.000 Speicherprodukte für alle erdenklichen Geräte an: Computer, Server, Drucker, MP3-Player, Digitalkameras und Mobiltelefone. Der Jahresumsatz von Kingston Technology liegt bei gut 4,5 Mrd. US-Dollar.