Texas Instruments Weniger Umsatz und Gewinn, aber erfolgreiche Umstrukturierung

Brian Crutcher, Texas Instruments
Brian Crutcher, Senior-VP Analog, kann mit der Entwicklung seines Geschäftsbereiches zufrieden sein.

Der Chip-Hersteller Texas Instruments hat im 3. Quartal 2013 weniger Umsatz und Gewinn erwirtschaftet. Die Umstrukturierung Richtung Analog-Geschäft und Embedded-Prozessing verläuft jedoch erfolgreich, beide Geschäftsbereiche legten im Vergleich zum Vorjahr zu.

Mit 3,244 Mrd. Dollar Umsatz und 629 Mio. Dollar Gewinn konnte TI die Zahlen des identischen Vorjahreszeitraums nicht erreichen: Seinerzeit wurden 3,390 Mrd. Dollar umgesetzt und 784 Mio. Dollar Gewinn erwirtschaftet.

Um diese Zahlen richtig zu interpretieren, muss man allerdings den fortlaufenden Umstrukturierungsprozess Richtung Analog-Geschäft und Embedded-Processing berücksichtigen. Das Analog-Geschäft wuchs gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf 1,931 Mrd. Dollar Umsatz, das Embedded-Processing, das auch Mikrocontroller und Konnektivität beinhaltet, sogar um 13 % auf 668 Mio. Dollar Umsatz.

Das Problemkind war wie schon in den Vorquartalen der Geschäftsbereich "Andere", in welchem die für TI  DLPs, ASICs, Taschenrechner und (die bereits abgekündigten) Wireless-Produkte zusammengefasst sind. Der Umsatz ging hier um 33 % auf nur noch 645 Mio. Dollar zurück, und man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass diese Tendenz auch in der Zukunft bestehen bleiben wird.

Während Analog und Embedded-Processing mittlerweile für 80 % des Gesamtumsatzes stehen, sind die Wireless-Produkte nur noch für unter 2 % des TI-Umsatzes verantwortlich.

Erfreulich aus TI-Sicht ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Gesamtschulden in den letzten 12 Monaten von 9,1 auf 8,2 Mrd. Dollar zurückgefahren werden konnten. Dazu sind die Barmittel von 1,2 auf über 1,4 Mrd. Dollar angewachsen.

Bemerkenswert ist allerdings die Tatsache, dass die Investitionen in Forschung & Entwicklung von 463 auf nur noch 368 Mio. Dollar reduziert wurden - dies sind nur noch 11,3 % vom Umsatz gegenüber 13,6 % im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Kosten für Verkauf und Administration stiegen dagegen von 453 auf 465 Mio. Dollar (als 2 Mio. Dollar mehr als die F&E-Investitionen) an und betragen jetzt 14,4 % des Umsatzes (nach 13,4 % in Q3 2012).