electronica 2018 Von 13 auf 17 Hallen

Messe München – Der Eingang West ist der Haupteingang zum Messegelände.
Messe München – Der Eingang West ist der Haupteingang zum Messegelände.

Die Messe München strukturiert die Hallenbelegung der electronica 2018 um. Die Veranstaltungsleiterin Angela Marten äußert sich zu den Gründen und der Zukunftsperspektive der electronica.

Das Messegelände in München war bisher von einer Ost-West-Ausrichtung geprägt: An den Enden im Osten und Westen des Geländes befinden sich die Haupteingänge und auch jeweils eine U-Bahn-Station. So ergießt sich der Hauptstrom der Besucher zumeist entlang der Stirnseiten der A- oder B-Hallen, die an einer Allee entlang angeordnet sind.

Im Laufe der Jahre sind im Norden des Messegeländes weitere Hallen entstanden, die C-Hallen. Im Frühjahr 2018 gehen mit C5 und C6 zwei weitere Hallen in Betrieb. Außerdem sind auf dieser Nordseite große Parkhäuser entstanden, von wo aus ebenfalls viele Besucher auf das Gelände drängen. Die Messe München strukturiert die Hallenbelegung nun so um, dass thematisch verwandte Ausstellungsbereiche in Nord-Süd-Richtung angeordnet werden und bezieht auch die Hallen C2 und C3 erstmals in die electronica mit ein. Damit vergrößert sich das Platzangebot von 13 auf 17 Hallen. Angela Marten, Projektleiterin der Messe, stand für Fragen zur Verfügung.

Frau Marten, war der Platz auf der electronica 2016 wirklich so knapp, dass jetzt eine so massive Ausweitung der Ausstellungsfläche nötig ist?

Schon zur electronica 2016 wurde das Gelände vergrößert. Die Nachfrage hat die zur Verfügung stehende Fläche weit überschritten. Damals wurde dann die Halle C4 zusätzlich Teil der Ausstellungsfläche. Nach der Veranstaltung war aber klar: Wenn wir der Messe eine zukunftsfähige Hallenstruktur geben wollen, muss sich an der Aufteilung grundlegend etwas ändern. Nur so können wir sicherstellen, dass sich auch bei einem Flächenwachstum seitens unserer Aussteller die Ausstellungsbereiche nicht wieder verschieben. In intensiven Gesprächen mit dem Fachbeirat und Ausstellern haben wir schließlich gemeinsam eine neue Struktur des Geländes erarbeitet. Daraus ergab sich dann auch die Vergrößerung von 13 auf 17 Hallen.

»Zukunftsfähig« bedeutet dann wohl, dass noch ziemlich viel freier Platz in den Hallen sein wird?

Zur letzten Veranstaltung war die Fläche trotz der Erweiterung um eine Halle sehr dicht belegt. Es gab keinen Spielraum mehr: weder für Aussteller, die ihren Stand vergrößern wollten, noch für die Planung von Rahmenprogrammpunkten. Mit der Erweiterung um die zusätzlichen Hallen können wir nun vorerst lockerer aufplanen – haben aber bei Bedarf die Möglichkeit auch wieder zu verdichten. Dann aber ohne die Hallenstruktur zu verändern.

Warum haben Sie dabei die Struktur der Hallenbelegung verändert?

Mit Blick auf den Hallenplan von 2016 wird eines deutlich sichtbar: bis dahin gab es nur zwei Eingänge – West und Ost. Als Konsequenz hat sich der Besucherstrom also von West Richtung Ost, bzw. umgekehrt, bewegt. Dies hat die Platzierung maßgeblich beeinflusst, so dass auch die Segmente entsprechend der Laufrichtung der Besucher angeordnet wurden. Durch die Integration der Hallen C2 und C3 sowie der neu gebauten Hallen C5 und C6 stehen uns nun aber auch die Eingänge Nord, Nord-West und Nord-Ost zur Verfügung, was einen Zutritt des Geländes von allen Seiten ermöglicht. Gleichzeitig wird durch eine künftige Nord-Süd-Ausrichtung der Segmente eine gleichmäßige Frequentierung des gesamten Geländes gefördert. Halbleiter, das Herz der electronica, werden in dieser Neuausrichtung der Segmente in das Zentrum rücken.

Bilder: 3

Messegelände München

Die Messe München baut neue Hallen und wird diese auch dazu nutzen, das Hallenkonzept der electronica 2018 neu zu gestalten.