Intel Vier Windows-8-Versionen für ARM-Prozessoren nötig

Die Unterstützung von Windows 8 wird ARM Milliarden Dollar kosten, erklärte Intel-CEO Paul Otellini auf dem Analysten-Day in Santa Clara. Laut Intel wird Microsoft vier unterschiedliche ARM-Versionen herausbringen, auf keiner werden mangels Binär-Kompatibilität bestehende PC-Anwendungen laufen.

Otellini beschrieb die vier Windows-8-Versionen nicht weiter im Detail, die von ihm gezeigten Folien könnten einerseits bedeuten, dass unterschiedliche SoCs (z.B. Qualcomms Snapdragon, Nvidias Tegra, TIs OMAP) oder aber auch unterschiedliche ARM-Cores (Cortex-A8, -A9, -A15) unterstützt werden - wobei die erste Variante wegen unterschiedlichster Peripherie eher wahrscheinlich ist.

Renee James, General Manager von Intels Software- und Services-Gruppe, erklärte, dass es zwei Hauptvarianten von Windows 8 geben werde: Eine traditionelle PC-Version und vier Versionen für ARM-SoCs. Die PC-Version wird alte PC-Anwendungen unterstützen und einen Windows-7-Kompatibilitätsmodus beinhalten. Die ARM-Versionen werden laut James demnach für Tablets und Netbooks/Notebooks optimiert sein und "Altanwendungen nicht heute und nicht in der Zukunft" unterstützen. Interessanterweise sollen die ARM-Versionen von Windows 8 auch auf x86-Chips laufen, erklärte sie weiter, während Otellini herausstellte, dass Intel kein Interesse habe, seine ARM-Lizenz zur Entwicklung von ARM-SoCs heranzuziehen.

Auch bezüglich neuer Software der im August 2010 für 7,68 Mrd. Dollar gekauften Sicherheitsfirma McAfee wurde bekannt. So soll es im dritten Quartal Software für vertrauenswürdige Betriebssystemumgebungen oder virtuelle Maschinen geben, die zwischen Hardware und Betriebssystem liegt. Auch für den Kernel von VxWorks und andere Produkten der Tochterfirma WindRiver soll es zukünftig McAfee-Sicherheits-Agenten geben.