Chipdesign-Software Verbessert das Design for Manufacturing

SYNAPTIC steht für SYNthesis using Advanced Process Technology Integrated in regular Cells, IPs, architectures, and design platforms
SYNAPTIC steht für SYNthesis using Advanced Process Technology Integrated in regular Cells, IPs, architectures, and design platforms

Ein vom Seventh-Framework-Programm der EU unterstütztes Gemeinschafts-Konsortium von Industrie und Hochschulen gibt den erfolgreichen Abschluss eines dreijährigen Projekts und die Herausgabe seines Designsynthese-Toolflows samt der dazugehörigen lithografiefreundlichen Zellenbibliotheken und Evaluierungsmetriken bekannt.

Die im SYNAPTIC-Projekt entwickelten Bibliotheken, Tools und Methodiken ermöglichen die Synthese und Implementierung mehrerer Designs auf der Basis eines reduzierten Satzes regelmäßiger Layoutmuster, die sich in ihrer Fläche, ihrem Stromverbrauch und ihrer Timing-Performance ähneln. Die Anstrengungen haben deutlich gemacht, dass die vorteilhaften Auswirkungen der Regelmäßigkeit auf die Schwankungsbreite und die Fertigungssicherheit nicht mit nachteiligen Auswirkungen auf andere Metriken erkauft werden müssen.

Die im Rahmen von SYNAPTIC entwickelten Ausbeute-Metriken und Modelle belegen, dass für große Prozessfenster eine signifikante Ausbeutesteigerung erzielt werden kann. Dies wiederum sorgt unmittelbar für Kostenvorteile, mehr Produktivität und eine kürzere Markteinführungszeit, weil sich der Aufwand zur Beseitigung von Abbildungsfehlern (Optical Proximity Correction) vor der Produktion verringert. Der vom SYNAPTIC-Projekt entwickelte Prozess-Flow ist stabil, liefert konsistente Ergebnisse und ist bereit für die Evaluierung an industriellen Designs. 

Zu den Partnern des SYNAPTIC-Projekts gehören das im Bereich der Designoptimierung tätige Unternehmen Nangate, STMicroelectronics als größter europäischer IDM, Thales (Frankreich) als global agierender europäischer Technologieführer in den Bereichen Aerospace, Raumfahrt, Rüstung, Sicherheit und Transportwesen sowie imec (Belgien) mit seinen Forschungs-Aktivitäten im Bereich der Nanoelektronik. Drei Universitäten, nämlich das Politecnico di Milano (Italien), die Universitat Politècnica de Catalunya (Spanien) und die Universidade Federal do Rio Grande do Sul (Brasilien) brachten hochspezialisierte Technologiebeiträge in die gemeinsame Forschung ein. Als weiterer Partner beteiligte sich Leading Edge als Consulting-Unternehmen mit Spezialisierung auf die Einführung innovativer EDA-Technologien im europäischen Markt.