Infineon Umsatzrückgang, aber besser als die Konkurrenz

Der deutsche Halbleiter-Hersteller Infineon musste im 1. Quartal seines Geschäftsjahres 2013 einen Umsatzrückgang in Höhe von 10 % gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Im Kalenderjahr 2012 schlugen sich die Neubiberger nichtsdestotrotz besser als die Konkurrenz. Der Aktienkurs stieg nach der Bekanntgabe der Zahlen um mehr als 3,5 %.

Mit 851 Mio. Euro wurden 95 Mio. Euro weniger umgesetzt als im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012 und ein leichter Überschuss von 19 Mio. Euro erwirtschaftet. Dabei konnte der Geschäftsbereich Chipkarten sogar noch um 11 % zulegen, während Automotive (-4 %) und vor allen Dingen Industrial-Power-Control (-30 %) Einbußen erlitten.  Power-Management & Multimarket blieb unverändert.

Über das Kalenderjahr 2012 gesehen, das ja bei Infineon aus den Quartalen 2,3 und 4 des abgelaufenen Geschäftsjahres 2012 (dieses endete ja zum 30.9.2012) und dem 1. Quartal 2013 des aktuellen Geschäftsjahres 2013 besteht, hat Infineon im Vergleich zum Kalenderjahr 2011 damit eine Umsatzeinbuße von 4,021 Mrd. Euro auf 3,809 Mrd. Euro oder 5,27 % hinnehmen müssen. Im Vergleich zur Konkurrenz steht man damit z.T. deutlich besser da: Texas Instruments verlor im identischen Zeitraum 7 % Umsatz, ST Microelectronics 13 % und Freescale sogar 14 %.

CEO Dr. Reinhard Ploss erklärte, an der Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr 2013 festhalten zu wollen und bis zum Ablauf 100 Mio. Euro einsparen zu wollen. Einer weiteren Verschärfung des eingeschlagenen Sparkurses erteilte er eine Absage. Am Standort in Warstein arbeiten nach wie vor aktuell 1.120 Mitarbeiter in Kurzarbeit, wenn sich das Geschäft im Bereich IPC verbessern sollte, werde diese schrittweise wieder zurückgefahren.