ST Microelectronics Umsatzeinbruch und Milliardenverlust

Der französisch-italienische Chiphersteller ST Microelectronics musste im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 nicht nur einen Umsatzrückgang in Höhe von fast 13 %, sondern auch einen Verlust in Höhe von 1,16 Mrd. Dollar hinnehmen. Für die Restrukturierung braucht man zudem zusätzliche Geldmittel von 300 bis 500 Mio. Dollar.

Mit nur noch knapp 8,5 Mrd. Dollar ging der Umsatz gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 (9,735 Mrd. Dollar) um 12,76 % zurück. Betroffen waren alle Geschäftsbereiche, besonders heftig jedoch im Digital-Geschäft, wo minus 27,5 % Umsatz zu Buche stehen. Damit dürfte ST Microelectronics im Ranking der größten Halbleiterhersteller weltweit von Platz 8 hinter die beiden Speicherhersteller Hynix und Micron auf Platz 10 zurückgefallen sein.

Wurde im Vorjahr noch ein Gewinn in Höhe von 650 Mio. Euro verbucht, erwirtschaftete ST im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 1,158 Mrd. Dollar, für den im Wesentlichen, wenn auch nicht ausschließlich, die hohen Verluste der Tochter ST-Ericsson verantwortlich sind.

Im Rahmen des angekündigten Ausstiegs bei ST Ericsson und den damit verbundenen Restrukturierungsmaßnahmen braucht ST Microelectronics nach eigenen Angaben im Jahr 2013 weitere 300 bis 500 Mio. Dollar Geldmittel von seinen Gesellschaftern.

ST Ericsson selbst musste 2012 einen weiteren Umsatzrückgang von 1,65 Mrd. Dollar auf nur noch 1,35 Mrd. Dollar und einen Verlust in Höhe von 749 Mio. Dollar hinnehmen.