Weitere Konsolidierung in der Halbleiterindustrie? Texas Instruments angeblich an Maxim interessiert

Platz 21: Tunc Doluca (Maxim) Gesamteinkommen 3.756.073 Dollar sind 1,5 Promille vom Umsatz und 9,2 Promille vom Gewinn.
Tunc Doluca, CEO von Maxim, will angeblich seinen Aktionären nur den Verkauf der Firma zu einem deutlichen Aufschlag auf den Börsenkurs empfehlen.

Gerade noch wurden Analog Devices Gespräche zur Fusion mit Maxim angedichtet, nun soll Texas Instruments an dem kalifornischen Analog- und Mixed-Signal-Spezialisten dran sein.

Texas Instruments sei in Gesprächen, um Maxim Integrated zu kaufen, berichtet das US-Portal bloomberg.com. Damit würde die weltweite Nummer 1 bei Analog- und Mixed-Signal-ICs TI den über die letzten Jahre ziemlich gewachsenen Konkurrenten Maxim mit Sitz im kalifornischen San Jose  schlucken wollen.

Zuvor hatte wohl auch schon Analog Devices angeklopft, wobei das Management von Maxim selbstbewußt einen deutlichen Aufpreis gefordert haben soll, wenn sie denn ihren Aktionären einen Verkauf empfehlen sollen. Das Gleiche dürfte nun auch für TI gelten. Maxims Chief Financial Officer, Bruce Kiddoo, wurde zuletzt mit den Worten zitiert: »Unser Unternehmen ist groß und profitabel genug um aus eigenen Kräften zu überleben.«

Jedenfalls ist auf das Übernahmegerücht hin die Notierung der Maxim-Aktie an der New Yorker Börse auf 42 Dollar hochgeschnellt, was einer Marktkapitalisierung von 11,9 Mrd. Dollar entspricht. Im Vergleich dazu beläuft sich die Marktkapitalisierung von TI derzeit mit rund 23,3 Mrd. Dollar auf das Doppelte.

TI setzte im Geschäftsjahr 2014 (Ende Dezember) 13,0 Mrd. Dollar, rund 800 Mio. mehr als im Vorjahr und konnte einen Nettogewinn von 2,8 Mrd. Dollar (Vorjahr: 2,16 Mrd. Dollar) einfahren. Nicht ganz so erfolgreich verlief Maxims letztes Geschäftsjahr. 

Die Kalifornier mussten einen Umsatz- und Gewinneinbruch verkraften. Im Geschäftsjahr 2015 (Ende Juni 2015) setzten sie rund 2,3 Mrd. Dollar um, rund 150 Mio. Dollar weniger als noch das Jahr zuvor. Gleichzeitig brach auch der Nettogewinn von 354 Mio. Dollar fast genau um diese 150 Mio. Dollar auf 206 Mio. Dollar ein.

Ein Kommentar beider Unternehmen zu den Übernahmegesprächen war bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags nicht zu bekommen.