2. Quartal bringt die Wende ST Microelectronics mit Umsatzrückgang, aber endlich wieder profitabel

Nach vielen verlustbehafteten Quartalen in Folge konnte der Halbleiterhersteller ST Microelectronics im 2. Quartal 2014 wieder einen kleinen Gewinn bekanntgeben. Den damit einhergehenden Umsatzrückgang wird man daher vermutlich gerne in Kauf nehmen. Erfreulich für ST ist auch die Genehmigung von 400 Mio. Subventionen durch die EU-Kommission für Forschungsaktivitäten.

Mit 1,864 Mrd. Dollar Umsatz verfehlte ST Microelectronics die 2,034 Mrd. Dollar aus dem 2. Quartal 2013 um 8,35 %. Entscheidender für das Management um CEO Carlo Bozotti dürfte allerdings sein, dass ST nach einer langen Durststrecke, in welcher millardenschwere Verluste aufgelaufen waren, wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt ist: Statt 152 Mio. Dollar Verlust (Q2 2013) konnte ST im 2. Quartal 2014 einen Gewinn in Höhe von 38 Mio. Dollar verbuchen.

Während der Geschäftsbereich SP&A (Sense&Power and Automotive Products) den Umsatz fast stabil halten konnte (1,202 Mrd. Dollar gegenüber 1,209 Mrd. Dollar in Q2 2013), musste der Bereich EPS (Embedded Processing Solutions) kräftig Federn lassen: 657 Mio. Dollar Umsatz gegenüber 824 Mio. Dollar in Q2 2014 bedeutet einen Umsatzrückgang von mehr als 20 %.

Der Anteil der Verkäufe über Distributoren stieg im Vergleich zum Vorjahr von 26 auf 31 %. Ein weiteres erfreuliches Ereignis für ST dürfte die Genehmigung von 400 Mio. Euro Subventionen für das von ST geleitete Forschungsprogramm „Nano2017“ durch die EU-Kommission sein. ST kann dieses Geld für weitere Forschungen im Bereich der Nanoelektronik einsetzen.

Verschlechtert hat sich allerdings STs Finanzlage: Während die frei verfügbaren Geldmittel in den letzten 12 Monaten von 1,583 auf 1,502 Mrd. Dollar zurückgingen, stiegen die Verbindlichkeiten von 964 Mio. auf 1,130 Mrd. Dollar.