Verluste halten sich in Grenzen Spielkonsolen retten AMDs 2. Quartal 2014

Der Prozessorhersteller AMD hat im 2. Quartal 2014 bei gestiegenem Umsatz einigermaßen moderate Verluste in Höhe von 36 Mio. Dollar erwirtschaftet. Gerettet haben ihn dabei vor allen Dingen gestiegene Erlöse bei Spielekonsolen wie Sonys Playstation. Bei PCs sind AMDs Umsätze dagegen weiter im Sturzflug.

Mit 1,44 Mrd. Dollar Umsatz erzielte AMD im 2. Quartal 2014 deutlich höhere Einnahmen als im selben Zeitraum des Vorjahres (1,16 Mrd. Dollar). Die Verluste reduzierten sich von minus 74 Mio. auf nur noch minus 36 Mio. Dollar.

Verantwortlich für dieses – betrachtet man die AMD-Historie mit z.T. Millarden-Verlusten – vergleichsweise gute Ergebnis ist der Geschäftsbereich Grafik- und Visual-Solutions, der seinen Umsatz von 320 Mio. Dollar in Q2 2013 um sensationelle 141 % auf 772 Mio. Dollar steigern konnte. Verantwortlich waren dafür Design-Wins in Spielekonsolen wie Sonys Playstation, so wirklich profitabel ist dies Großkunden-Geschäft allerdings offenbar auch nicht, da lediglich ein operativer Gewinn in Höhe von 82 Mio. Dollar erwirtschaftet wurde – immerhin wurde überhaupt ein Gewinn erwirtschaftet, denn in Q2 2013 kam gerade einmal eine schwarze Null heraus.

Desaströs stellte sich dagegen insbesondere im Kontext mit Intels neuesten Geschäftszahlen das Geschäft mit Computer-Prozessoren dar. Der Umsatzrückgang von Q2 2013 (841 Mio. Dollar) auf Q2 2014 (669 Mio. Dollar) beträgt nicht weniger als 20,5 %, vor operativen Verlusten rettete AMD ein gestiegener durchschnittlicher Verkaufspreis (ASP) der ausgelieferten Chips. 9 Mio. Dollar operativer Gewinn sind allerdings auch alles andere als eine herausragende Rendite.

Am Ende sind es also 36 Mio. Verlust – das eigentlich Bittere für AMD ist, dass Intel im selben Zeitraum einen Gewinn von 2,8 Mrd. Dollar erwirtschaftete und die finanzielle Schere zwischen beiden Herstellern immer mehr auseinandergeht, auch wenn AMDs Schuldensituation mit 2,21 Mrd. Dollar fast unverändert geblieben ist.