Semikron und National Instruments Schnellere Entwicklung leistungselektronischer Systeme

Die Zusammenarbeit hat das Ziel, den Entwicklungs- und Implementierungsaufwand für Stromrichter erheblich zu senken.
Die Zusammenarbeit hat das Ziel, den Entwicklungs- und Implementierungsaufwand für Stromrichter erheblich zu senken.

Eine Technologiekooperation haben Semikron und National Instruments geschlossen. Die strategische Zusammenarbeit soll dazu beitragen, den Aufwand und die Risiken bei der Entwicklung leistungselektronischer Lösungen zu senken.

Die Kooperation deckt die Entwicklung leistungselektronischer Systeme für erneuerbare Energien, Energiespeichersysteme und Frequenzumrichtung mit einer Leistung von mehr als 50 kW ab. Dazu sollen die Baureihen Semikube, Semistack und Skiipstack von Semikron mit dem General Purpose Inverter Controller (GPIC) und der LabView-FPGA-Softwareumgebung von National Instruments kombiniert werden. Der GPIC mit dem Zynq-7020 von Xilinx enthält Hunderte eingebetteter DSP-Kerne, die bis zu 70-mal so viel Leistung erbringen wie herkömmliche DSP-basierte Steuerungen. Die Ni-Tools umfassen eine umfangreiche Bibliothek von Leistungselektronik-Fließkomma-Regelalgorithmen für verschiedene Umrichter-Topologien von 50 kW bis 5 MW.

Semikron und National Instruments bieten nun ein breites Spektrum an Werkzeugen an, zu dem die Auswahlmöglichkeit voll qualifizierter und einsatzbereiter Leistungsbaugruppen, Steuerungsalgorithmen, der NI-Multisim-Schaltungsentwurf und die FPGA-Simulation, Hardware-in-the-Loop-Tests (HIL) in Echtzeit, die elektrische Leistungsanalyse sowie Stromnetz-Kommunikationsprotokolle gehören. Außerdem beabsichtigen die beiden Unternehmen gemeinsam eine Reihe zusätzlicher Werkzeuge und neuer Produkte zu konzipieren, um das Leistungselektronik-Portfolio auszuweiten.

Timo Gassauer, Marketing Manager bei Semikron erklärt: „Wir arbeiten mit National Instruments daran, die Produktivität in der Leistungselektronik-Entwicklung zu verbessern, indem wir Referenz-Designs mit bereits validierten Schnittstellen und vorgefertigten Software-Vorlagen zur Verfügung stellen. Auf diese Weise können sich unsere Kunden auf die Entwicklung ihrer Anwendungssoftware fokussieren.“

„Eine Integration von Semikron-Leistungselektronik-Baugruppen mit NI-FPGA-basierten Steuerungsplattformen kann Konstrukteuren helfen, den Entwicklungsaufwand sowie Entwicklungszeit, -kosten und -risiken deutlich zu reduzieren“, ergänzt Chad Chesney, Vice President für Datenerfassungssysteme und Embedded Systems bei NI.