Umsatzrückgang, aber Gewinn in Q2 2015 Renesas will weitere 1.800 Arbeitsplätze abbauen

Renesas Firmenzentrale im Nippon-Building in Tokio.
Renesas Firmenzentrale im Nippon-Building in Tokio.

Im Rahmen der Präsentation seines letzten Quartalsergebnisses gab der japanische Chip-Hersteller Renesas bekannt, dass er durch ein Vorruhestandsprogramm weitere 1.800 Arbeitsplätze abbauen möchte, um profitabler zu werden.

Der japanische Chip-Hersteller Renesas hat im 2. Quartal seines von April bis März 2015 laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 20,7 Mrd. Yen (1,5 Mrd. Euro) erzielt, 4,7 % weniger als im identischen Vorjahreszeitraum. Immerhin wurde ein Gewinn in Höhe von 100 Mio. Euro erzielt, im letzten Jahr mussten die Japaner noch einen Verlust in Höhe von 63 Mio. Euro hinnehmen. Während der Automotive-Bereich um 8,1 % zulegen konnte, schwächelten die Halbleiter für Industrie, Home-Elektronik, Büroautomatisierung und Kommunikation gewaltig: minus 10,4 % im Vergleich zum Vorjahr stehen zu Buche.

Da trotz des erzielten Gewinns die Umsatzrendite mit 6,7 % immer noch vergleichsweise niedrig ist, hat Renesas ein weiteres Vorruhestandsprogramm für 1.800 Mitarbeiter/innen aufgelegt. Im Zeitraum vom 10. bis 19. Dezember 2014 kann sich jeder Angestellte, der älter als 35 Jahre ist oder wegen der Restrukturierungsmaßnahmen seinen Wohnort wechseln musste, bewerben, bereits am 31. Januar 2015 sollen die Mitarbeiter Renesas mit einer Abfindung in der Tasche verlassen.

Für das 3. Quartal seines Geschäftsjahres 2015 prognostiziert Renesas im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 17 Prozent auf nur noch 179 Mrd. Yen (1,29 Mrd. Euro) und einen Gewinnrückgang von 23 auf 11 Mrd. Yen (79 Mio. Euro).