Japanischer Chiphersteller verdient wieder Geld Renesas kann Abwärtstrend endlich stoppen

Nach Einleitung von Restrukturierungsmaßnahmen und staatlicher Finanzspritze scheint der japanische Chip-Hersteller Renesas Electronics wieder besseren Zeiten entgegenzusehen. Im 3. Quartal seines Geschäftsjahres 2014 konnte die schier endlos anmutende Aneinanderreihung verlustbehafteter Quartale gestoppt und ein Gewinn erwirtschaftet werden.

Die Restrukturierungsmaßnahmen waren radikal, aber sie scheinen Wirkung zu zeigen: Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2014, das am 31.12.2013 endete, erzielte der japanische Halbleiterhersteller Renesas bei wachsendem Umsatz erstmals seit langer Zeit wieder einen Gewinn. 23 Mrd. Yen, das sind rund 230 Mio. Dollar, verdiente man in den letzten drei Monaten des Kalenderjahres 2013, nachdem im identischen Vorjahreszeitraum noch ein Verlust in Höhe von 46,6 Mrd. Yen zu Buche stand.

Der Umsatz stieg im Vergleich um 12,9 % von 191,0 auf 215,6 Mrd. Yen (rund 2,15 Mrd. Dollar).

Besonders gut entwickelten sich die Verkäufe von Mikrocontrollern (+26,2 %) und Analog/Leistungselektronik (+25,2 %), während die SoC-Verkäufe um 2,9 % zurückgingen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2014, das am 31.März zu Ende geht, erwartet Renesas allerdings trotz dieser positiven Entwicklung noch einen Verlust in Höhe von 21,8 Mrd. Yen - das letzte Geschäftsjahr wurde allerdings mit einem Verlust von 167,6 Mrd. Yen abgeschlossen.