Prozessoren Rekordquartal für Intel

Mit einem Umsatzwachstum von 25 Prozent konnte Intel im ersten Quartal 2011 einen neuen Rekord hinlegen. Der Nettogewinn stieg gar um ein Drittel.

Mit einem Umsatz von 12,8 Milliarden Dollar (+25 Prozent) und einem Nettogewinn von 4,3 Milliarden Dollar (+29 Prozent) hat Intel das erste Quartal 2011 abgeschlossen. Würde man Ausgaben unberücksichtigt lassen, die auf die Akquisitionen der Wireless-Sparte von Infineon und von McAfee zurückzuführen sind, dann wäre der Gewinn sogar um 34 Prozent geklettert. Die Intel-Aktie legte nach Bekanntgabe der Ergebnisse um 5 Prozent zu.

Intel-Präsident und CEO Paul Otellini erläuterte: »Ein im Jahresvergleich zweistelliges Umsatzwachstum bei unseren wichtigsten Produkten und über alle Regionen hinweg führte zu Intels Rekordumsatz im ersten Quartal. Diese hervorragenden Zahlen in Kombinatiom mit einem positiven Ausblick auf das zweite Quartal sind eine gute Ausgangsbasis, um ein Umsatzwachstum von über 20 Prozent in diesem Jahr zu erzielen.«

Immer wieder war Intel vorgeworfen worden, den Trend bei mobilen Internetgeräten verschlafen zu haben und hierfür nicht die passenden Prozessoren liefern zu können. Doch offenbar profitierte Intel indirekt davon, indem es Prozessoren für die Internet-Infrastruktur anbietet, auf die diese Geräte angewiesen sind. Dafür spricht auch, dass der Zuwachs die PC Client Group »nur« 17 Prozent betrug, die Data Center Group jedoch um 32 Prozent wuchs. Noch erstaunlicher ist allerdings das Umsatzwachstum der »restlichen Intel Architecture Group«, wie Intel es nennt: er stieg um 70 Prozent.

Hinter diesem »Rest« verbergen sich vier Sparten: Visual Computing Group, Ultra Mobility Group (Handheld-Geräte), Embedded und Communications Group sowie Home Group (Unterhaltungselektronik). Visual Computing dürfte eher ein Randbereich sein. Auch die Ultra Mobility Group kann nicht allzu überdurchschnittlich zum Wachstum beigetragen haben, sonst hätte ihr Leiter, Anand Chandrasekher, nicht das Handtuch geworfen.
In der Unterhaltungselektronik sind Intel-Prozessoren wenig verbreitet – hier könnte es einen satten Umsatzsprung gegeben haben, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. Verbleibt noch die Embedded und Communications Group, die sich auf Heim- und Industrieautomatisierung sowie Fahrzeug-Infotainment konzentriert. Auf deren Konto dürfte wohl der größte Teil des Wachstums zurückzuführen sein.