Gelddruckmaschine läuft weiter Qualcomm mit erneutem Rekord-Ergebnis

Steven M. Mollenkopf, CEO von Qualcomm: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem innovativen CSR-Team auf globaler Ebene und die Verstärkung unserer technologischen Präsenz in Cambridge und dem Vereinigten Königreich.“
Steven M. Mollenkopf, CEO von Qualcomm.

Der kalifornische Chip-Hersteller Qualcomm hat im Geschäftsjahr 2014 einmal mehr Rekordzahlen vorgelegt. Dabei wirft er chinesischen Lizenznehmern sogar noch vor, ihn betrogen zu haben.

In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Qualcomm mit 26,487 Mrd. Dollar Umsatz erstmals die 25-Mrd.-Grenze überspringen, der Gewinn stieg von 6,845 auf 7,964 Mrd. Dollar. Damit steht eine Umsatzrendite von über 30 % zu Buche, ein Wert, den sonst nur Analog-Hersteller erreichen und von dem auch Marktführer Intel mit in der Regel um die 20 % weit entfernt ist.

Zu Gute kommen Qualcomm hier natürlich alleine 7,862 Mrd. Dollar aus Lizenzeinnahmen, denen kaum Kosten gegenüberstehen. Einigen chinesischen Herstellern wirft Qualcomm zudem vor, die Zahl der verkauften Geräte mit 3G/4G-Modem nicht korrekt zu melden, um so fällige Lizenzgebühren illegal zu reduzieren. Qualcomm schätzt, dass im gesamten Geschäftsjahr 2014 zwischen 1,03 und 1,13 Mrd. Geräte mit Qualcomm-Chips verkauft wurden.

Für Forschung&Entwicklung investierte Qualcomm 5,477 Mrd. Dollar, was bezogen auf den Umsatz mit Chips (18,625 Mrd. Dollar) einen Anteil von fast 30 % ausmacht – kein anderer Chip-Hersteller investiert nur ansatzweise anteilig so viel Geld in F&E.

Angesichts dieser Zahlen ist es auch kaum verwunderlich, dass die restliche Bilanz Rekordwerte aufweist: Kurzfristig verfügbaren Vermögenswerten in Höhe von 22,413 Mrd. Dollar stehen nur 9,408 Mrd. Dollar Verbindlichkeiten gegenüber, das Eigenkapital beträgt nach 36 Mrd. Dollar am Ende des Geschäftsjahres 2013 jetzt 39,169 Mrd. Dollar.

Und wie reagierte die Börse auf diese Zahlen? Der Aktienkurs fiel um fast 10 % von mehr als 77 Dollar auf nur noch 68,48 Dollar.