Computergestützte Designentwurfe Programmwerkzeuge für den Entwickler-Alltag

Programmpakete, mit denen Applikationsingenieure Schaltungs-Designs entwerfen, gibt es in Hülle und Fülle. Es fällt auf, dass diese Programmwerkzeuge immer häufiger als Web-based Tools konzipiert sind. Und vor allem haben die Bauteile-Distributoren entdeckt, dass sie mit kostenfrei verfügbaren Werkzeugen Kundenbeziehungen vertiefen können.

Wenn es darum geht, im Vorfeld zu eruieren, welche Bausteine es für die jeweilige Applikation am Markt gibt und welche Schaltungstopologien für den jeweiligen Einsatzfall am besten geeignet sind, dann gibt es dafür mehr und mehr Werkzeuge, die als Web-basierende Design-Tools überwiegend kostenfrei genutzt werden können. Zugleich fällt auf, dass insbesondere die Bauteile-Distributoren diesen Trend schon frühzeitig erkannt haben, um zwischen der Kundenbasis und dem Dienstleister längerfristige Geschäftsbeziehungen einfädeln zu können. Die Programme sind bisweilen so angelegt, dass die Kunden sich nicht nur komplette Schaltungsentwürfe via Web-Browser erstellen können, sondern auf Wunsch auch gleich komplette Bestelllisten samt Verfügbarkeit und Stückpreisen.

In dieses Dickicht an verfügbaren Programmwerkzeugen zumindest ansatzweise Licht zu bringen, ist die Zielsetzung dieses Beitrags. Eine Übersicht mit den entsprechenden Links zu allen im Beitrag erwähnten Tools finden Sie in dieser Tabelle.

Quartus-II-Version 12 sorgt für Produktivitätssteigerungen

Mit „A“ beginnt das Alphabet, und den Anfang in der folgenden Übersicht macht Altera. Das sich mit dem Wettbewerber Xilinx um die Marktführerschaft streitende Hardware-Unternehmen bietet als Verkaufsunterstützung gleich mehrere Programmpakete an; hierzu gehören Quartus II als Subscription Edition und Web Edition, die MegaCore IP Library, ModelSim-Altera und ModelSim-Altera Starter sowie Nios II EDS und DSP Builder.

Aus Platzgründen wird im Folgenden lediglich auf die Quartus-II-Version 12 eingegangen, die seit August d.J. zum Download angeboten wird. Das Programmpaket benötigt – allein schon in der gezippten Fassung – 2,8 GB als Windows-Version und als Linux-Portierung 3,7 GB Speicherplatz auf der Festplatte. Die schiere Größe lässt schon erkennen, dass es sich bei dem Programmpaket um eine mächtige Werkzeugkiste handelt.

Laut Hersteller bietet die 12er-Version FPGA-Entwicklern deutliche Produktivitäts- und Performance-Steigerungen – so zum Beispiel eine viermal schnellere Compilierung von 28‑nm-Designs. Weitere Upgrades beinhalten die breitere Unterstützung von 28‑nm-Bausteinen wie den SoC-FPGAs von Altera, Erweiterungen beim DSP-Builder sowie zusätzliche IP-Cores.

Im Rahmen der neuen Version bietet das Systemintegrations-Tool Qsys zudem auch Unterstützung für das ARM-AMBA-AXI-3-Interface.